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Klage von Verbraucherschützern: Sammelt Meta rechtswidrig Daten?
Dem Konzern hinter WhatsApp, Instagram und Facebook wird vorgeworfen, Nutzerinnen und Nutzer auch auf fremden Internetseiten zu verfolgen. Betroffen sind 50 Millionen Nutzer in Deutschland.
Die Vorwürfe sind hart. Der US-Tech-Konzern Meta soll Daten der Nutzer auch über Plattformen sammeln, die nicht direkt von der Facebook- und Instagram-Konzernmutter betrieben werden: Über sogenannte Business- und Tracking-Tools verfolgt Meta das Internet- und Surfverhalten der Nutzer über jede Plattform, die diese verwenden.
Es geht um bis zu 5,8 Millionen aktive Seiten im Netz. Eine Sammelklage des österreichischen Verbraucherschutzvereins (VSV) will das beenden.
Jeder Internetnutzer kennt das: Man sucht im Internet nach einem Produkt, klickt dafür durch die Onlineportale verschiedener Anbieter. Anschließend wird man auf seinem Social-Media-Account bei Facebook oder Instagram wie aus dem Nichts mit Werbung für exakt die Produkte, nach denen man zuvor gesucht hatte, geradezu überflutet.
Viele haben sich daran gewöhnt, andere wollen dies aber nicht so hinnehmen: Denn sie haben nirgendwo explizit ihre Zustimmung für dieses Werbeverhalten und die Nutzung ihrer Daten gegeben. So auch der Stuttgarter Social-Media-Experte Julian Bossert.
Dem ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus erzählt er, ihm sei aufgefallen, dass seine Daten immer mehr für Dinge benützt würden, von denen er nichts wisse und mit denen er auch nicht einverstanden sei. Er habe sich deshalb einer Sammelklage angeschlossen, die aktuell vom österreichischen Verbraucherschutzverein betrieben wird. 400.000 deutsche Internetnutzer beteiligen sich daran bereits.
Immer öfter landen Aufnahmen im Netz, die heimlich mit Smart Glasses gefilmt wurden.
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Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) hat den Prozessfinanzierer Padronus hinzugezogen. Dieser geht in Vorleistung für das Verfahren, die Kläger haben damit kein Kostenrisiko. Bei Padronus ist man davon überzeugt, dass der Meta-Konzern sich hier rechtswidrig verhalte. Man habe die Vorwürfe im Detail geprüft, sagt Geschäftsführer Richard Eibl.
Eibl demonstriert, wie die Daten gesammelt werden. An seinem Rechner sucht er nach einem Rasierapparat und findet ein passendes Produkt auf der Onlineseite eines bekannten Drogeriemarktes. Mithilfe einer speziellen Software wird ihm nun angezeigt, dass Informationen über sein Surfverhalten in diesem Moment an Meta übertragen werden. Kurz darauf erhält er Werbung über Rasierapparate auf seinem Social-Media-Feed.
Meta betreibe eine solche Internetüberwachung mithilfe sogenannter Business-Tools, führt Eibl weiter aus. Der Nutzer bemerke dies erst, wenn die entsprechende Werbung bei ihm auftauche. Die meisten Verbraucher hätten einer solchen Überwachung aber zu keinem Zeitpunkt zugestimmt und dafür gebe es auch keine rechtliche Grundlage.