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EasySMX X15 im Test: Dieses Gamepad überzeugt auf den zweiten Blick
Der EasySMX X15 will eine verführerische Alternative zum Xbox-Gamepad sein. Die gleiche Form, bessere Technik und ein halbierter Preis haben ihn zumindest zu einer Empfehlung der ComputerBase-Community gemacht. Die will im Test gründlich gegenüber der anderen Empfehlung, dem 8BitDo Ultimate 2C, geprüft werden.
Die Papierform des EasySMX X15 spricht von einem weiteren Zaubercontroller. Mehr bieten, weniger Münzen und nicht einmal ersatzweise die unsterbliche Seele im Gegenzug verlangen, das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Geht dann aber irgendwie doch. Den genauen Blick liefert der Test.
Der X15 unterscheidet sich nur in wenigen Punkten vom Xbox-Standarddesign. Nicht alle Änderungen sind auffällig: Um die Unterschiede zu finden, muss man teils genau hinschauen und das Datenblatt lesen.
Technisch verbessert EasySMX das Standardmodell im Bereich analoger Eingaben. Sowohl Trigger als auch Thumbsticks greifen auf Hall-Effekt-Sensoren zurück. Das macht sie haltbarer, in diesem Fall aber nicht einstellbarer. Selbst die Totzone ist – anders als beim 2C – fix. Reaktionskurven lassen sich erst in höheren Preisklassen ändern.
Der normale Funktionsumfang wird um zwei Paddle-Tasten an der Unterseite und zwei zusätzliche Mikroschalter-Tasten auf der Oberseite ergänzt, die der Konfiguration des Controllers dienen. Software spart sich der X15, Einstellungen werden über Tastenkombinationen vorgenommen. Dazu braucht es das Handbuch, das aufgrund nicht immer ganz eindeutiger Übersetzung Mitdenken einfordert.
Aktivierung der RGB-Beleuchtung und die Belegung der Paddle-Tasten erfolgen über Tasten auf der Unterseite. Farben und Effekte, Vibrationsstärke sowie den „Dauerfeuer“ aktivierenden Turbo-Modus aktiviert der X15 über weitere Shortcuts. Auf diese Weise werden auch die Paddles programmiert, die als Einzige belegt werden können. Wo der Spielraum für solche Extras (in Teilen) herkommt? EasySMX spart sich die Xbox-Lizenz und damit auch Force Feedback in den Triggern. Dafür verspricht ein integrierter Akku Laufzeiten von 12 Stunden.
Das Design des X15 spricht mehr oder weniger laut. Das schwarz-graue Basismodell ist noch recht dezent, solange die Beleuchtung ausgeschaltet bleibt, weiß-graue Tarnmuster oder Varianten voller asiatischer Kriegerfiguren sind es nicht mehr. Preislich liegen die Controller bei jeweils rund 30 Euro unabhängig davon, ob sie gerade mit Rabatt beworben werden. Die Verfügbarkeit bunter Varianten schwankt dabei abhängig vom Anbieter, selbst der Hersteller direkt hat zur Preisempfehlung von 40 Euro nicht alle Modelle parat.
Im ersten Händedruck gibt der X15 eine Richtung vor: Er ist völlig in Ordnung. Und das ist gut, denn genau das muss er für den Preis sein.
Das erste Anfassen trügt noch. Der Controller wirkt fast ein wenig hölzern, Finger stutzen über die ein wenig stärker gebogenen Griffe und den damit veränderten Haltewinkel. Schultertasten geben ein gedämpftes Feedback, beim Druckpunkt, auch bei der Akustik. Der 2C Ultimate klickt klar und deutlich, der X15 weniger präsent. Nach dem Auspacken fühlt sich das erst nahezu ungenau an, obwohl es das nicht ist. Und ABXY-Buttons wollen sich ein wenig einspielen, um ihre Steifigkeit zu verlieren.
Dazu finden die Finger die eingelassene Beschriftung der ABXY-Buttons und die Lage der Mittelbuttons suboptimal. Ohne Spinnenfinger zu haben, wollen sie außen betätigt werden und erzeugen das Gefühl, fast abzurutschen oder nicht richtig zu drücken. Das D-Pad liefert zwar eine eindeutige Rückmeldung in alle acht Richtungen, seine Form ist durch hohe, steile Ränder gewöhnungsbedürftig.