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Mit Kernel 7.0: Linux Mint 22.3 bringt neue HWE-ISOs & Ausblick auf Funktionen
Die HWE-Installationsdateien für Linux Mint 22.3 stehen zum Download bereit. Dank des Wechsels auf den aktuellen Linux-Kernel 7.0 wird die Hardware-Unterstützung der einsteigerfreundlichen Distribution erweitert. Zusätzlich geben die Entwickler einen Ausblick auf kommende Funktionen der System-Administrations-App von Linux Mint.
Mit den neuen HWE-(Hardware-Enablement)-Installationsdateien bekommt die aktuelle Linux-Mint-Version 22.3 „Zena“ den Kernel 7.0, während zuvor der Kernel 6.17 in den HWE-ISOs ausgeliefert wurde. Dadurch sollte es auch auf neuerer Hardware zu weniger Kompatibilitätsproblemen kommen, wenn Linux Mint 22.3 installiert wird. Grund für das weitere HWE-Release könnte die Verlängerung des Entwicklungszyklus der Linux-Distribution sein.
Die ISO-Images der Hardware-Enablement-Variante von Linux Mint 22.3 „Zena“ stehen auf einer gesonderten Website zum Download zur Verfügung, die zahlreiche Mirror-Server weltweit auflistet. Auf den Spiegelservern finden sich jeweils die HWE-ISOs mit den Kernel-Versionen 6.17 sowie dem aktuellen Kernel 7.0, die jeweils in Varianten für die Desktop-Umgebungen Cinnamon, XFCE und Mate angeboten werden.
Das Entwicklerteam weist darauf hin, dass die HWE-ISO-Dateien nur verwendet werden sollen, wenn die regulären ISO-Images mit dem Kernel 6.14 auf dem eigenen Rechner nicht korrekt funktionieren. Demnach könnten proprietäre Drittanbieter-Module wie Treiber von Nvidia oder Broadcom nur eine eingeschränkte Kompatibilität mit aktuelleren Kernel-Versionen besitzen, wie es auf der HWE-ISO-Website von Linux Mint heißt.
Auch interessant: Das Entwicklerteam von Linux Mint um Gründer Clement „Clem“ Lefebvre gibt im Rahmen des monatlichen Blogeintrages einen Ausblick auf kommende Features der System-Administrations-App. Derzeit ist der Funktionsumfang dieses Programms noch relativ eingeschränkt und umfasst lediglich Einstellungsmöglichkeiten für das Bootmenü.
Doch mit Linux Mint 23, das im Dezember 2026 erscheinen soll, wird die System-Administrations-App maßgeblich erweitert. So können Umgebungsvariablen über eine eigene Seite im Programm hinzugefügt, bearbeitet und entfernt werden. Ferner wird die App um eine Kernel-Verwaltung erweitert, die bereits in der Entwicklung umgesetzt wurde und künftig das bisherige Kernel-Management im Update-Manager ersetzt.
Dabei ist es möglich, Kernel-Gruppen nachzuverfolgen und festzulegen, welche Kernel auf dem System verbleiben und welche deinstalliert werden sollen. Die Entfernung von veralteten Linux-Kerneln in Linux Mint erfolgt automatisch einmal pro Woche, kann jedoch auf Wunsch auch händisch angestoßen werden.
Darüber hinaus wird der Cinnamon-Desktop in der kommenden Linux-Mint-Version erstmals Fcitx5 direkt unterstützen, ein plattformübergreifendes Eingabe-Framework mit erweiterten Funktionen, das unter Wayland und X11 läuft. Fcitx5 wird demnach über die Tastatur-Optionen der System-Einstellungen unter „Layouts“ aktiviert, wodurch Cinnamon nicht mehr den ibus-daemon startet.
Weitere Verbesserungen, die in Linux Mint 23 Einzug finden sollen, umfassen einen neuen Tastaturlayout-Viewer, der das nicht mehr weiterentwickelte Pendant von gnome-kbd ersetzt. Zudem wird es einfacher werden, Panel-Elemente bei offenen Vollbild-Fenstern zu bedienen. Demnach können die Menüs von Panels geschlossen oder einzelne Bestandteile des Panels können auch bei Vollbild-Fenstern angeklickt werden.