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Bahnchefin Palla will Pläne für Generalsanierungen anpassen
Bis Mitte der 2030er plant die Deutsche Bahn Generalsanierungen auf einer Reihe von Strecken. Nach Problemen und Kritik will die Bahnchefin das Konzept ändern.
Baustelle der Deutschen Bahn: Sanierte Strecken sollen schrittweise wieder in Betrieb genommen werden.
Nach Verzögerungen und höheren Kosten will Bahnchefin Evelyn Palla den auf rund zehn Jahre angelegten Sanierungsplan für Dutzende Bahnstrecken anpassen. Anzahl und Umfang der sogenannten Generalsanierungen sollen nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) überprüft und neu priorisiert werden. Zuvor hatte das Manager Magazin berichtet (Paywall).
Demnach soll künftig jede sanierte Strecke nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Besonders bei der sensiblen Leit- und Sicherungstechnik sollen Tests, Abnahmen und Inbetriebnahme realistischer geplant und schrittweise vorbereitet werden.
Was das für die Dauer einzelner Baustellen und den gesamten Zeitplan der Sanierungen bedeutet, bleibt zunächst offen. Zumindest auf einzelnen Strecken dürfte das die Einschränkungen für Fahrgäste verlängern. Dafür sollen die Korridore danach zuverlässiger funktionieren.
Das hat die Bahn auch vorher schon versprochen. Einhalten ließ sich das aber nicht immer. Etwa bei der Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin: Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke verzögerte sich um mehrere Wochen. Bis zur vollständigen Inbetriebnahme der Leit- und Sicherungstechnik stehen weitere Nachtarbeiten an, während derer wieder Sperrungen geplant sind.
Mit den Generalsanierungen sollen bis 2036 mehr als 40 hochbelastete Bahnstrecken umfassend saniert und modernisiert werden. Dafür werden die Abschnitte in der Regel für ein halbes Jahr vollständig gesperrt. Danach sollen auf diesen Strecken für mindestens fünf Jahre keine Bauarbeiten mehr nötig sein. Sollten doch Nacharbeiten notwendig werden, will die Bahn das in Zukunft klarer und transparenter kommunizieren.
Das Konzept der Generalsanierungen wird seit jeher kritisiert, vor allem von den Wettbewerbern im Güterverkehr, für die die Sperrungen oft lange Umwege bedeuten.
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