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SED-Opferbeauftragte: Schüler sollen Gedenkstätten besuchen müssen
Schüler wissen oft nicht genug über die Geschichte der DDR, sagt die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Zupke. Sie fordert verpflichtende Besuche von Gedenkstätten und mehr Befassung mit dem Thema im Schulunterricht.
Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, fordert verpflichtende Gedenkstätten-Besuche für Schüler. In der Rheinischen Post sagte sie, DDR-Geschichte werde oft nicht verbindlich genug in der Schule behandelt, das sei ein Problem. "Ich würde mir wünschen, dass jede Schülerin und jeder Schüler wenigstens einmal eine Gedenkstätte zur zweiten deutschen Diktatur besucht", so Zupke weiter.
Außerdem sprach sich die Opferbeauftragte für mehr DDR-Geschichte im Schulunterricht aus. Sie habe "die Sorge, dass die SED-Diktatur zu einer bloßen Fußnote der Geschichte werde. Trotz des föderalen Bildungssystems müssten Wege gefunden werden, das Thema sowohl im Osten als auch im Westen besser abzusichern. Die Schüler müssten in Bezug auf die DDR das Verständnis entwickeln, dass es sich um eine Diktatur und einen Unrechtsstaat gehandelt habe.
72 Jahre nach dem Arbeiteraufstand in der DDR gerät der 17. Juni 1953 langsam in Vergessenheit.
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Nach Angaben Zupkes haben etwa 37.000 Menschen, die in der DDR aus politischen Gründen inhaftiert waren, heute noch Anspruch auf eine Opferrente. Insgesamt habe es zwischen 1945 und 1989 250.000 politische Häftlinge gegeben sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Opferbeauftragte wies damit auf das Ausmaß der Verfolgung hin. "Wer die DDR heute verklärt, handelt nicht nur geschichtsvergessen. Es ist zugleich auch ein Schlag ins Gesicht Tausender Opfer politischer Gewalt in der DDR.“ Morgen ist der 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | Nachrichten | 12.08.2026 | 06:00 Uhr