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Linux-Mint-Variante mit Kernel 7.0, Kernel-Management wird überarbeitet
Von Linux Mint 22.3 steht ab sofort eine sogenannte HWE-Fassung bereit, die einen deutlich frischeren Kernel verwendet und damit jüngere Hardware besser unterstützt. Parallel überarbeiten die Entwickler die Kernel-Verwaltung, die alte Kernel-Versionen automatisch entfernt.
In Linux Mint 22.3 werkelt noch der mittlerweile gut abgehangene Linux-Kernel 6.14. Aufgrund seines Alters unterstützt er einige junge Geräte nicht oder nur eingeschränkt. Wer auf aktueller Hardware auf solche Probleme stößt, kann zu einer Variante von Linux Mint mit Kernel 7.0 greifen. Die Linux-Mint-Entwickler weisen explizit darauf hin, dass diese HWE (für Hardware Enablement) bezeichnete Fassung Probleme mit proprietären Treibern etwa von Nvidia oder Broadcom aufweisen könnte.
Derweil gehen die Arbeiten an der nächsten Linux-Mint-Version weiter. So wandert die Kernel-Verwaltung aus der Aktualisierungs- in die Systemverwaltung. Die wiederum bietet nur noch gane Kernel-Reihen an, wie etwa die Versionsreihe 7.0 LTS. Anwender können dann bestimmen, welche sie tatsächlich benötigen – nur diese Kernel aktualisiert Linux Mint im Hintergrund.
Des Weiteren darf man vorgeben, wie viele Versionen die Distribution für den Fall der Fälle behalten soll. Einmal in der Woche wischt dann Linux Mint feucht durch und entfernt automatisch nicht mehr benötigte Kernel. Auf diese Automatik haben viele Linux-Mint-Anwender gewartet, da die vorgehaltenen alten Kernel teilweise ein großes Stück des verfügbaren Speicherplatzes auffraßen. Wie bisher kann man auch zukünftig eine automatische Reinigungsaktion selbst anstoßen oder umgekehrt die Kernel markieren, die man auf jeden Fall behalten möchte.
Auf einer neuen Seite listet die Systemverwaltung zudem alle Umgebungsvariablen auf, die sich dort auch direkt ändern lassen. Weitere Arbeit fließt derzeit in die Verbesserung der Einstellungen für die Tastaturlayouts in Cinnamon. Die Desktop-Umgebung kann die gewählte Belegung zudem in einer Grafik anzeigen.
Sämtliche Verbesserungen tauchen allerdings erst in der nächsten Linux-Mint-Version auf, die im Dezember erwartet wird.
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