// GAMESTAR — GAMING
Harry Potter - Wie ein trauriger Abschied aus Harry Potter heute ein Multi-Millionen-Euro-Projekt zum Umbruch zwingt
Die Szene mit Dobbys Beerdigung gehört zu den emotionalsten in den Harry-Potter-Filmen. (Bild: Warner Bros.)
Beim Ausbau von Infrastruktur müssen zahlreiche Interessen unter einen Hut gebracht werden. Der Naturschutz spielt eine Rolle, aber auch etwa Anwohner, deren Ausblick sich durch die Pläne verändern würde.
Und Harry-Potter-Fans dürfen offenbar auch nicht einfach außer Acht gelassen werden.
Etwa 430 Millionen englische Pfund kostet das Bauprojekt, das die Energienetze von Großbritannien und Irland über Unterseekabel verbinden soll. Kurz vor dem Baubeginn mussten diese Pläne allerdings angepasst werden, wie der Projektleiter Simon Ludlam in einem Podcast erzählt hat (via The Guardian).
Das Kabel sollte am Strand »Freshwater West« in Pembrokeshire in Wales unter Wasser geführt werden. Das Problem: Genau an diesem Strand wurde der Hauself Dobby im Film »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes« begraben.
2:04
Harry Potter: HBO zeigt endlich den ersten Trailer zur neuen Zauberer-Serie – und wir müssen nur noch bis Weihnachten warten!
Der Ort hat sich zu einer Art Wallfahrtsstätte für Fans entwickelt, die dort Steine und andere Artefakte niederlegen, die an den Filmtod des kleinen Elfen erinnern sollen, obwohl der Landbesitzer immer wieder darum bittet, dies nicht zu tun.
Wie Ludlam erzählt, wurden die Pläne im Rahmen eines BBC-Interviews präsentiert. Nach dessen Ausstrahlung habe es hunderte Anrufe von Fans gegeben, die sich beschwert haben.
Der Projektleiter selbst war von den Anrufen verwirrt, bis ihm ein Kollege erklärte, dass das Kabel direkt durch Dobbys Grab führen würde. Ludlam erzählt weiter:
»Ich sagte: „Dobby, wer ist Dobby? Ich kenne keinen Dobby.“ Ich sagte: „Er ist eine fiktive Figur in einem fiktiven Buch, das Ganze ist fiktiv – wovon redest du denn?“«