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Mit nur einer Zeile: Dieses KI-Tool erschafft per Prompt komplette 3D-Welten
Das KI-Tool „Worldclaw“ erstellt ganze 3D-Welten aus kurzen Prompts. Forscher von Tencent haben es mit einem speziellen Ansatz entwickelt.
Das KI-Tool Worldclaw generiert mit wenigen Anweisungen ganze 3D-Welten.
Immer häufiger werden KI-Modelle daran gemessen, wie gut sie darin sind, Städte und Welten nachzubauen und zu erschaffen. So hat erst kürzlich ein KI-Forscher seinen Benchmark gezeigt, in dem er Modelle Hafenstädte über mehrere tausend Jahre errichten lässt. Die Forscher von Tencent haben jetzt mit Worldclaw hingegen ein KI-Tool geschaffen, das komplette 3D-Welten erstellen kann.
Mit Worldclaw ist es laut den Verantwortlichen möglich, „ergebnisoffene Prompts zu eindeutigen, erkundbaren und editierbaren 3D-Welten“ zu machen. Dabei werden das Terrain sowie alle Objekte in der Welt als separate Instanzen angelegt, die sich im Nachgang noch von Hand bearbeiten lassen. Eine solche Grundlage wäre etwa für Videospielentwickler eine enorme Erleichterung, um ihre Vision zu einer erkundbaren Welt zu transformieren.
Mit dem Tool haben die Forscher schon eine Vielzahl von 3D-Welten erschaffen, darunter ein „mittelalterliches Dorf mit vielfältigem Terrain“ samt Wäldern, verschneiten Bergen, Flüssen, Seen und einer Wüste oder eine Insel, die als Piratenversteck dient. Solche 3D-Welten zu erschaffen, ist laut den Forschern kein leichtes Unterfangen für eine KI. Die Systeme müssen sich gleichermaßen um die globale Kohärenz, die vielfältigen Objekte in der Welt und passende Assets kümmern. Und dabei im Blick behalten, dass sich die Elemente am Ende noch anpassen lassen müssen. Das erreicht Worldclaw in drei Schritten.
Sobald der Prompt abgeschickt wird, geht Worldclaw in die Planungsphase über. Die Terrain- und Stilwünsche werden berücksichtigt, um eine erste Grundlage für das Layout zu schaffen. Die KI wählt zudem erste Asset- und Terrainkategorien aus. Im Anschluss geht das Modell in die zweite Phase über und generiert die passenden Assets. Dazu zählen etwa verschneite Bäume und Felsen sowie Eisbrocken für eine Winterlandschaft. Ebenso wird eine 2D-Karte der Welt generiert, die als Grundlage für die anschließende 3D-Generierung dient.
Im letzten Schritt wird die 3D-Welt in verschiedene Regionen aufgeteilt, um Assets darin logisch zu platzieren. So schafft Worlclaw etwa in der verschneiten Landschaft ein Fischerdorf in der Nähe des Sees und platziert nur dort thematisch passende Objekte. Sind alle Regionen befüllt, nimmt sich Worldclaw das Ergebnis noch einmal vor. Dabei werden etwa Positionen und Größen von Objekten verändert, um sie besser in die Welt zu integrieren. Auch das Terrain wird modifiziert, um mögliche Kollisionen mit Objekten zu beheben.
Bei dem Projekt handelt es sich zumindest aktuell noch um eine Vorschau. Tencent hat zwar schon eine GitHub-Seite für Worldclaw erstellt, allerdings finden sich dort nur das Paper zum KI-Tool sowie erste Erklärungen und Bilder. Ob Worldclaw zu einem späteren Zeitpunkt frei verfügbar sein wird, ist nicht bekannt. Wer das Tool ausprobieren will, muss vorerst mit den elf generierten Welten Vorlieb nehmen, die die Entwickler auf der Webseite von Worldclaw zur Schau stellen.
Zu ihrem Werk schreiben die Verantwortlichen abschließend: „Da Agenten die Suche nach Assets, Materialgrafen und Shader-Arbeiten übernehmen, ist die zentrale Frage der 3D-Content-Erstellung nicht mehr, wie man jede einzelne grundlegende Komponente erstellt. Die Frage ist, welche Art von Welt die Ersteller:innen hervorbringen wollen.“
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