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Nutzer sollen umsteigen: M365 erhält unter Windows 10 keine neuen Funktionen
Microsoft soll die Weiterentwicklung von Microsoft 365 unter Windows 10 weiter eingeschränkt haben. Damit will der Konzern einem Bericht zufolge den Druck auf verbliebene Nutzer erhöhen, auf Windows 11 umzusteigen. Die nächste M365-Version soll demnach die letzte sein, die Windows 10 unterstützt.
Auch wenn Microsoft zuletzt die Frist für optionale Sicherheitsupdates für Windows 10 über das ESU-Programm um ein Jahr bis Oktober 2027 verlängert hat, hält der Konzern laut einem Bericht von Windows Latest grundsätzlich an seinen Plänen für Microsoft 365 unter Windows 10 fest. So soll die noch für diesen Monat anstehende Version 2608 die letzte große Funktionsversion für Windows 10 darstellen. Darüber hinaus sollen Office-Anwendungen wie Word, Excel oder PowerPoint zwar weiterhin nutzbar bleiben und bis Oktober 2028 noch Sicherheitsupdates erhalten, neue Funktionen sowie Copilot-Neuerungen werden auf dieser Windows-Version dann aber ausbleiben.
Laut Microsoft erhalten dabei Geräte, auf denen Anwendungen von Microsoft 365 unter Windows 10 ausgeführt werden, „Funktionsupdates und Copilot-Unterstützung, sofern sie dafür infrage kommen, bis Version 2608 veröffentlicht wird“. Anschließend würden die Anwendungen auf dieser Version verharren und erhalten „bis zum 10. Oktober 2028 ausschließlich Sicherheitsupdates“. Die Verteilung von Version 2607 hat am 11. August begonnen, Version 2608 wird in rund zwei Wochen erwartet. Danach wird Microsoft M365 eigenen Angaben zufolge ausschließlich für Windows 11 und macOS weiterentwickeln.
Dennoch könnten Nutzer dem Entwicklungsende zumindest aktuell gelassen entgegensehen – zumindest dann, wenn sie keine Künstliche Intelligenz nutzen wollen. So haben sich die meisten größeren Office-Neuerungen der vergangenen Monate weitestgehend auf Copilot und KI-Agenten konzentriert. PowerPoint erhielt beispielsweise Funktionen, mit denen Copilot Präsentationen überarbeiten, Inhalte ergänzen, Folien erzeugen und Layouts verbessern kann. Word bekam zuvor Unterstützung für Agenten. Gemessen an ihren eigenen Funktionen scheinen die Anwendungen demnach ausentwickelt und ausgereift zu sein.
Hinzu kommt, dass gerade die neuen Copilot-Funktionen oftmals für Probleme verantwortlich sind. So wurden beispielsweise in Excel Zellen von einer schwebenden Copilot-Schaltfläche verdeckt beziehungsweise deren Lesbarkeit stark eingeschränkt. Für Windows-10-Anwender könnte der Ausschluss von neuen Funktionen damit paradoxerweise sogar einen Vorteil darstellen, da sie von experimentellen KI-Änderungen verschont bleiben.
Etwas differenzierter geht Microsoft bei OneDrive vor, hier spielt vor allem die verwendete Windows-10-Version eine Rolle. „Geräte, auf denen die OneDrive-Desktop-App unter Windows 10 22H2 ausgeführt wird, erhalten bis zum 10. Oktober 2028 weiterhin Updates. Auf Geräten mit einer älteren Version von Windows 10 wird die OneDrive-Desktop-App nicht mehr aktualisiert“, erklärt Microsoft die künftige Ausrichtung.
Dennoch kann das jetzige Vorgehen laut Windows Latest auch als Versuch von Microsoft gewertet werden, die verbliebenen Windows-10-Nutzer zum Umstieg auf die aktuelle OS-Version zu bewegen. Problematisch könnte es für sie beispielsweise werden, wenn Microsoft künftige Office-Funktionen eng mit anderen Diensten und Produkten verzahnt und dadurch die Verwendung der auf Version 2608 eingefrorenen Anwendungen unter Windows 10 langfristig unkomfortabler gestaltet.
Dennoch dürfte mittlerweile klar sein, dass sich Microsoft beim Umstiegswillen der Nutzer massiv verkalkuliert hat. Dass der Anteil aktiv genutzter Windows-10-Installationen aktuell noch immer hoch ist, liegt dem Bericht zufolge auch daran, dass das Betriebssystem für viele Anwender weiterhin ausreichend funktioniert und sie daher keinen zwingenden Grund für einen Wechsel sehen. Aber auch die hohen Hardware-Anforderungen von Windows 11, die für viele Anwender einen neuen Rechner erforderlich machen würden, dürften einen wesentlichen Grund darstellen. Di