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Intel deutet Wiedereinstieg in den Markt für Speicher an
von André Westphal
13. Aug. 2026 |
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Die aktuelle Speicherkrise sorgt für Preiserhöhungen am laufenden Band. Kennt ihr mittlerweile von Spielekonsolen, Notebooks, Smartphones und mehr. Weil KI-Datenzentren so einen hohen Bedarf haben, bleibt weniger für den Rest des Marktes übrig. Die Folge sind deutliche Preiserhöhungen und Lieferengpässe. Das hat man auch bei Intel beobachtet. Der CEO Lip-Bu Tan deutet jetzt den Wiedereinstieg in den Markt für Speicher an.
Der Manager gibt an, dass RAM und Speicher lange Zeit kaum ernst genommen worden seien – schließlich waren die Preise auch jahrelang am Boden. Doch jetzt sei die Zeit für Innovationen gekommen, bzw. auch für neue Architekturen. Dabei findet der Intel-Primus auch Methoden spannend, Speicher direkt auf der CPU aufzubringen, um die effiziente Vernetzung zu begünstigen (via Tom’s Hardware). Dass Tan bzw. Intel es ernst meinen, zeigt sich auch an einer Neueinstellung: Man hat nämlich Seok-Hee Lee ins Boot geholt, den ehemaligen Chef von SK Hynix.
Für Intel wäre das Ganze im Grunde eine Rückkehr zu den Wurzeln. Denn auch wenn es mittlerweile fast vergessen ist: Intel wurde 1968 als Speicherhersteller gegründet und blieb bis in die 1980er-Jahre in jenem Bereich tätig. Spätere Versuche, diesem Markt wieder etwas abzugewinnen, etwa durch Intel Optane, scheiterten jedoch. Jetzt sieht man offenbar seine Chance für einen neuen Anlauf gekommen, denn die Gewinnmargen sind hoch und das dürfte auch noch eine ganze Weile so bleiben.
Eine Hürde dürfte aber sein, dass der Aufbau von Fertigungskapazitäten nicht nur extrem teuer ist, sondern auch lange dauert. Und auch bei Forschung und Entwicklung müsste sich Intel mit den Platzhirschen messen. Hier dürfte Intel also trotz der Aussagen des Chefs sehr bedacht vorgehen. Denn bei allen Entscheidungen von solcher Tragweite behalten die Investoren einen überaus kritischen Blick.
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