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2K gründet Sportspiel-Studio in Vancouver – direkt vor EAs Haustür
2K hat ein neues Sportspiel-Studio vorgestellt: Die Führungsriege kommt von EA, das Studio sitzt in Vancouver – viel deutet auf ein Fußballspiel hin.
2K Games arbeitet offenbar an einem Fußball-Videospiel, das in Konkurrenz zu „FIFA“ oder „EA FC“ treten könne. Bisher wurde lediglich das Studio angekündigt: Small Axe Studios im kanadischen Vancouver soll die nächste große Sportspiel-Marke des Publishers aufbauen, schreibt 2K in einem LinkedIn-Post.
Es handele sich um ein vollwertiges AAA-Studio, teilt 2K auf LinkedIn mit. Geleitet wird Small Axe Studios von Aaron McHardy, der zuvor jahrelang bei Electronic Arts gearbeitet hat. Bei EA Vancouver verantwortete er als Executive Producer unter anderem „FIFA“, „Madden“ und „College Football“.
McHardy ist nicht der einzige Zugang von EA: Design-Chef Gary Paterson arbeitete an „FIFA“, „FIFA Manager“ und „NBA Live“, Betriebschef Tom Pan war zuletzt Group Development Director für „FIFA“, wie die Team-Seite des Studios zeigt.
Welche Sportart Small Axe Studios bespielen soll, hat 2K offengelassen. Allerdings deutet sehr viel darauf hin, dass es am Ende ein Fußballspiel werden soll. Neben den Personalien ist auch der Studiositz ein Indiz: Das Studio sitzt in Vancouver – derselben Stadt, in der Electronic Arts seine Sportspielreihe „EA FC“ entwickelt, die bis 2023 „FIFA“ hieß.
EA und 2K sind die beiden großen Anbieter von Sportsimulationen, andere Hersteller spielen eher eine Nebenrolle. Beide Studios vermeiden es in der Regel, gegeneinander in derselben Sportart anzutreten. Aus dem Duell zwischen „NBA Live“ und „NBA 2K“ ging 2K als Sieger hervor, den Kampf um die NFL gewann EA mit „Madden“. Mittlerweile wird der Wettbewerb eher hinter den Kulissen um Lizenzen ausgetragen als auf dem Spielfeld: Beim College-Basketball stach 2K den Rivalen zuletzt mit einem verbesserten Angebot an die Universitäten aus.
„EA FC“ dominiert den Fußballspiel-Markt spätestens seit Konamis „PES“-Rückzug praktisch konkurrenzlos. Ohne einen Mitbewerber hat die Qualität der Fußballspielreihe gelitten. EA konzentriert sich vorrangig auf die Monetarisierung des Sportspiels über den von Mikrotransaktionen getragenen Spielmodus Ultimate Team. Zudem will EA nach der Übernahme durch ein von Saudi-Arabien angeführtes Konglomerat mehr Werbung ins Spiel bringen.
Die FIFA vergab ihre Lizenz nach dem Bruch mit EA derweil an Netflix. Dessen „FIFA World Cup: Launch Edition“ wird ausschließlich per Smartphone gesteuert und war nie als ernsthafte Simulation angelegt. Wenige Wochen nach dem Verkaufsbeginn entließ Entwickler Refactor Games 85 Prozent seiner Belegschaft.
Small Axe Studios hat dagegen ein AAA-Budget und ein Team, das EAs Fußball-Reihe jahrelang selbst gebaut hat. Bis daraus ein Herausforderer werden kann, dürften Jahre vergehen: Aktuell sucht das Studio noch Personal.
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