// GAMESTAR — GAMING
Künstliche Intelligenz - Arbeiten »jede freie Minute«: KI-Firmenchef wettert gegen 38-Stunden-Woche und fordert totale Aufopferung
Wie viele Stunden Angestellte arbeiten sollten, sorgt immer häufiger für Diskussionen. (Bildquelle: jeuxvideo.com)
Die Zeiten, in denen das Silicon Valley für Wohlbefinden am Arbeitsplatz, Tischtennisplatten und flexible Arbeitszeiten stand, scheinen endgültig vorbei zu sein.
Während der Wettlauf um die künstliche Intelligenz tobt und gigantische Investitionen verschlingt, lassen einige Tech-Führungskräfte die Maske fallen und fordern die Rückkehr zu einer extremen Leistungs- und Arbeitshaltung.
Die neueste Ansage stammt dabei nicht von einem der üblichen Medien-Selbstdarsteller, sondern vom Chef eines der am heißesten gehandelten Akteure im Bereich der KI-Chips: Andrew Feldman, dem CEO von Cerebras.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Jeuxvideo und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Laut Andrew Feldman ist großer Ehrgeiz schlicht nicht mit geregelten Bürozeiten vereinbar. Als Gast im Podcast »20VC« fand der Mitgründer und Chef von Cerebras deutliche Worte zur Arbeitsmoral in der zukunftsträchtigen Technologiebranche. Für den Geschäftsmann ist die Vorstellung, Weltspitze zu sein und gleichzeitig einen klassischen Feierabend zu genießen, reine Illusion.
Feldman äußerte sich während des Gesprächs besonders scharfkantig:
»Diese Vorstellung, dass man etwas Außergewöhnliches aufbauen kann, während man 38 Stunden pro Woche arbeitet und eine Work-Life-Balance pflegt, ist einfach fassungslos machend. Das ist falsch, und zwar in jedem Bereich.«
Um seine Aussage zu untermauern, betont der Geschäftsführer, dass man kein Imperium aufbaut, wenn man bei jeder Gelegenheit einen Gang zurückschaltet. Seiner Ansicht nach erfordert die Entwicklung einer bahnbrechenden Innovation von Null auf jede einzelne Minute eurer wachen Zeit.
Er räumt zwar ein, dass eine 40-Stunden-Woche perfekt für diejenigen sei, die ein ausgewogenes und ruhiges Leben suchen, stellt aber klar, dass diese Angestellten niemals diejenigen sein werden, die das nächste große Tech-Wunder oder Produkte erschaffen, die die Welt verändern.