// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Nach Aufrufen in Sozialen Medien: Ceuta wappnet sich für möglichen Massenandrang
Auf den Straßen ist auffallend viel Polizei. Militärangehörige wurden aus dem Urlaub geholt. Stacheldrahtzäune wurden verstärkt. In Ceuta wird ein neuer Massenandrang von Migranten befürchtet. Der Grund: falsche Gerüchte.
Spanien und Marokko haben sich jeweils mit einem Großaufgebot auf einen möglichen erneuten massiven Grenzübertritt in Ceuta vorbereitet. Seit Tagen kursieren Aufrufe in sozialen Netzwerken, am 15. August wieder zu versuchen, in die spanische Exklave in Nordmarokko zu gelangen.
In den online verbreiteten Botschaften heißt es unter anderem, die Grenze von Ceuta werde am 15. August - einem Feiertag in Spanien - "geöffnet sein".
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Aus Sicht der spanischen wie auch der marokkanischen Behörden sollen sich die Szenen vom 30. und 31. Juli auf keinen Fall wiederholen. Vor gut zwei Wochen waren mehr als 70.000 Migranten in Ceuta angekommen, mehr als 80 Menschen kamen beim Versuch des Grenzübertritts ums Leben - die meisten sind ertrunken.
Auf Ceutas Straßen ist eine auffallend hohe Polizeipräsenz zu beobachten. Nach Angaben des spanischen Innenministers, Fernando Grande-Marlaska, wurde das Kontingent der Beamten der Nationalpolizei auf fast 900 aufgestockt - knapp 300 mehr als am 30. Juli.
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Darüber hinaus sind neben lokalen Polizeikräften auch mehr als 700 Sicherheitskräfte der Guardia Civil in Ceuta im Einsatz, Angehörige des Militärs wurden aus dem Urlaub zurückbeordert. Demonstrative Kontrolle ist auch auf der anderen Seite der Grenze zu sehen. Der Grenzort Fnideq hat sich in eine Sicherheitszone verwandelt.
Hunderte Sicherheitskräfte sind im Einsatz, auch Militärtruppen wurden hinzugezogen. Marokko hat Draht- und Stacheldrahtzäune verstärkt. In Ufernähe patrouillieren Boote, Fahrzeuge mit Wasserwerfern sind an der Grenze aufgefahren. Auch an Straßen und Zufahrtsbereichen nach Fnideq werden immer wieder Personenkontrollen durchgeführt.
In Ceuta harren auch gut zwei Wochen seit Beginn der Migrationskrise noch Tausende Menschen aus, darunter viele Kinder und Jugendliche, aber auch Personen aus Konfliktzonen auf der Suche nach politischem Asyl. Die Zahlen liegen weiterhin deutlich auseinander. Während die spanische Regierung von rund 5.000 Menschen ausgeht, spricht der Regionalpräsident von Ceuta von bis zu 12.000.