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Xiaomi Watch S5 im Test: Hübscher Ausdauer-Champion hat seine Schwächen
von Benjamin Mamerow
15. Aug. 2026 |
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Seit geraumer Zeit hat Xiaomi seine neue Watch S5 auf dem Markt, die möglicherweise für den einen oder anderen Sparfuchs eine interessante Alternative zu den sonst doch teureren Geräten von Samsung, Google oder auch Apple sein könnte. Ich habe sie über mehrere Wochen im Alltag, beim Sport und beim Schlafen getragen und bin da beim Kaufpreis von zum Teil schon 150 Euro dennoch etwas zwiegespalten. Allem voran habe ich sie gegen die von mir sonst durchgehend getragene Pixel Watch 4 antreten lassen – am Ende blieb mir da leider nur ein Aspekt, der besonders heraussticht.
Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und fühlt sich entsprechend hochwertig an. Xiaomi hat bei der S5 die Ränder des Displays nochmal verschlankt, sodass mehr Bildschirmfläche im Verhältnis zur Gehäusegröße zur Verfügung steht. Auf dem Handgelenk wirkt die Uhr trotz der 46-Millimeter-Version nicht klobig, allerdings ist sie für sehr schmale Handgelenke sicher nicht die erste Wahl. Zwei physische Tasten an der rechten Seite dienen der Navigation durchs Menü und erlauben nebenbei Shortcuts wie das Erstellen eines Screenshots per Zwei-Tasten-Druck. Eine Geste, bei der man mit einem kurzen Wischen einen eingehenden Anruf wegdrückt oder aus der Ferne die Handykamera auslöst, rundet das Bedienkonzept ab und funktioniert im Alltag zuverlässig.
Das kreisrunde AMOLED-Panel misst 1,48 Zoll und punktet vor allem mit seiner Helligkeit. Mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 2500 Nits lässt sich der Bildschirm auch bei praller Sonne noch gut ablesen. Farben wirken kräftig, Kontraste satt, und auch bei aktivierter Always-on-Funktion bleibt die Anzeige gut lesbar, ohne dabei die Akkulaufzeit völlig zu ruinieren. In Sachen Bildqualität muss sich die Watch S5 vor deutlich teureren Konkurrenten auf jeden Fall nicht verstecken.
Hier liegt eine der größten Stärken des Geräts. Xiaomi wirbt mit bis zu 21 Tagen Laufzeit, was allerdings nur im Stromsparmodus realistisch ist. Im normalen Gebrauch mit aktivierter 24-Stunden-Gesundheitsüberwachung, regelmäßigen Benachrichtigungen und gelegentlichem GPS-Tracking sind zwischen zehn und vierzehn Tage drin, je nachdem, wie oft das Always-on-Display genutzt wird. Damit spielt die S5 in einer ganz anderen Liga als Apple Watch und Co., die meist täglich an die Steckdose müssen.
Xiaomi hat bei der S5 ein neues Sensormodul mit vier LEDs und vier Photodioden verbaut, das die Herzfrequenz, den Sauerstoffgehalt im Blut und weitere Vitalwerte messen soll. Im Alltag und bei moderater Belastung liefert das Gerät dann auch recht zuverlässige Werte, die sich mit Referenzgeräten weitgehend decken. Bei intensiver Belastung, etwa beim Intervalltraining oder schnellen Tempowechseln, zeigten sich in einzelnen Momenten kleinere Abweichungen, was aber eher ein generelles Problem optischer Pulssensoren ist als eine Schwäche, die man der S5 allein anlasten sollte. Für Leistungssportler mit sehr hohen Ansprüchen an die Messgenauigkeit könnte das natürlich dennoch ein Kriterium sein, im Alltag und für die meisten Hobbysportler spielt es kaum eine Rolle.
Der überarbeitete Schlafalgorithmus soll laut Hersteller genauer erkennen, wann man tatsächlich einschläft und aufwacht, sowie die einzelnen Schlafphasen präziser erfassen. In der Praxis funktioniert das größtenteils gut, gelegentlich kam es aber vor, dass die Uhr den Zeitpunkt des Einschlafens um ein bis zwei Stunden verpasst hat. Ein Nachteil der automatischen Erkennung, die zwar bequem ist, weil man keinen Schlafmodus manuell aktivieren muss, aber eben nicht immer hundertprozentig zuverlässig arbeitet.
Über 150 Sportmodi stehen zur Auswahl, von Laufen über Radfahren bis hin zu Schwimmen, denn die Uhr ist wasserdicht und eignet sich auch fürs Schwimmtraining. Ich hab das Gerät dann aber lediglich beim entspannten Schwimmen im See und vorrangig beim Duschen ausprobiert. Beim Wandern und beim R