// STADT-BREMERHAVEN — HARDWARE & GADGET
Marvel Tokon: Fighting Souls im Test – Fighting-Game für sowohl Marvel- als auch Anime-Fans
von André Westphal
15. Aug. 2026 |
0
Die Entwickler von Arc System Works sind bereits Veteranen im Bereich der Fighting-Games. Sie stecken hinter Titeln wie „Dragon Ball FighterZ“, „Granblue Fantasy Versus“ oder auch „DNF Duel“. Doch ihr neues Spiel „Marvel Tokon: Fighting Souls“, das von Sony Interactive Entertainment vertrieben wird, dürfte ihr bisher dickster Fisch sein. Ich habe an der PlayStation 5 Pro in den 4-vs.-4-Fighter hereingeschaut.
Dabei spiele ich seit meinen Teenager-Jahren, lang, lang ist es her, gerne hin und wieder Kampfspiele. Was damals in den 1990er-Jahren mit „Street Fighter II“ und „Mortal Kombat“ begonnen hat, setzte sich später z. B. mit „Tekken“ und Co. fort. Zuletzt hatte ich ja auch einmal „Invincible VS“ vorgestellt. Generell bin ich jedoch eher Gelegenheitsspieler bei Fighting-Games, denn ehrlicherweise schrecken mich ellenlange Move-Listen, komplizierte Kombo-Kniffe und knüppelharte Online-Gegner heute aufgrund meiner knapper gewordenen Freizeit eher ab. Trotzdem hat mich „Marvel Tokon: Fighting Souls“ dann doch gereizt.
Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen. Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.
Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um diesen Inhalt zu laden.
Zum einen bin ich dem Marvel-Universum immer noch zugetan und zum anderen mag ich auch die Anime-Ästhetik sehr. Es treffen also in „Marvel Tokon: Fighting Souls“ zwei Welten aufeinander, die mich beide ansprechen. 20 Charaktere sind dabei zum Launch dabei, unter ihnen Fan-Favoriten wie Spider-Man, Wolverine, Iron Man, Captain America, Star-Lord, Hulk oder auch Magneto. Dazu gesellen sich teilweise „nischigere“ Figuren wie Danger oder Peni Parker.
Was bei „Marvel Tokon: Fighting Souls“ definitiv als Erstes ins Auge sticht, ist der prägnante Anime-Look. Die Charaktere erhalten dadurch ein neues Erscheinungsbild, das vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber insbesondere in den knalligen Kämpfen richtig gut zur Geltung kommt. Man treibt dies zudem in den fünf Story-Episoden noch auf die Spitze. Diese sind jeweils von einem anderen Künstler betreut worden, der für die Motion-Comic-Zwischensequenzen verantwortlich gewesen ist.
Jede Episode zeigt die Hauptgeschichte und bestimmte Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel. Dabei geht es um die fünf zentralen Teams Fighting Avengers (Captain America, Iron Man, Black Panther, Hulk), Unbreakable X-Men (Storm, Magik, Wolverine, Danger), Amazing Guardians (Spider-Man, Ms. Marvel, Star-Lord, Peni Parker), Samurai Outriders (Ghost Rider, Blade, Deadpool, Loki) sowie die Knights of Doom ( Doctor Doom, Magneto, Green Goblin, Carnage). Jede der Episoden umfasst 11 Kapitel und kommt auf um und bei 2 Stunden Spielzeit. Ergibt also für die Kampagne etwa 10 Stunden Gesamtdauer – für ein Fighting-Game sehr ordentlich.
Um überhaupt erst einmal reinzukommen, lockt euch „Marvel Tokon: Fighting Souls“ direkt zu Anfang mit umfangreichen Tutorials. Bevor ihr überhaupt zum Homescreen gelangt, geht es als Standard damit los. So zeigt man euch Schritt für Schritt die wichtigsten Angriffe, Counter, Kombo-Manöver und Chancen, eure Partner-Charaktere einzubinden. Im Gegensatz zu anderen 4-vs.-4-Fightern teilen sich dabei im Übrigen alle eure Figuren einen Lebensbalken. Das kann ich persönlich nur begrüßen, denn es macht die Kämpfe aus meiner Sicht deutlich übersichtlicher und fairer.
Bei den Schmützeln könnt ihr dann über die L2-Taste Hilfe von euren Begleitern anfordern, sie bei Countern rufen oder auch zu ihnen wechseln. Je nach Szenario kostet das einen Energiebalken, den ihr anschließend erstmal zurückerkämpfen müsst. Wahlloses Rufen der Kameraden bringt euch also auch nichts. Natürlich haben dabei nicht nur alle Figuren eigene Spezialfähigkeiten bzw. Stärken und Schwächen. Magneto etwa hält Feinde bestens auf Distanz, Spider-Man ist besonders agil und wo Hulk hi