// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Waldbrand im Hohen Venn: Sorge in Grenzregion wegen Feuer in Belgien
Während sich die Lage im Hürtgenwald leicht entspannt, blicken die Menschen in der Region besorgt nach Belgien: Dort brennt es im Hohen Venn - die Stadt Monschau in NRW ruft die Menschen auf, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze breitet sich der Waldbrand weiter aus. Laut Gouverneur der Provinz Lüttich umfasst er mittlerweile eine Fläche von 2.700 Hektar. Zum Vergleich: Im Hürtgenwald sind nach Angaben des Kreises Düren etwa 300 Hektar Wald von dem dortigen Brand betroffen.
Das Feuer sei "der größte Brand, den Belgien je erlebt hat", zitiert etwa der öffentlich-rechtliche Sender RTBF lokale Politiker. Zuvor hatte Belgien andere Länder der Europäischen Union um Unterstützung gebeten.
Nach Angaben örtlicher Behörden sind auch deutsche Feuerwehrleute vor Ort. Weitere Hubschrauber und Flugzeuge aus der Tschechischen Republik, Schweden und den Niederlanden wurden mobilisiert, wie die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib, auf der Plattform X schrieb.
Etwa 600 Menschen in zwei belgischen Orten wurden laut Belga angewiesen, ihre Häuser zu verlassen - wegen des sich rasch ausbreitenden Brandes, wechselnder Windrichtungen und starker Rauchentwicklung.
Die Bekämpfung des Brandes in NRW kommt offenbar voran, der Einsatz von Hubschraubern ist nicht mehr nötig.
mehr
Der Brand hat auch Auswirkungen auf die benachbarten Gemeinden in Deutschland. Die nordrhein-westfälische Stadt Monschau bittet Bewohner mehrerer Siedlungen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
Betroffen seien die Menschen in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn, teilte die Stadt auf Facebook mit. Monschau ist nur etwa 20 Kilometer entfernt von dem großen Brand im und um Hürtgenwald.
Auch das Hohe Venn in Belgien brennt.
mehr
Die Auswirkungen durch den Rauch sind auch in Rheinland-Pfalz zu spüren. Das Polizeipräsidium Trier teilte mit, aufgrund der Brände in Belgien und Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit dem aktuellen Wind und den Wetterbedingungen breiteten sich die Rauchwolken seit dem Nachmittag in der Region aus, insbesondere in der Eifel und an der Mosel.