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heise+ | Himmelswächter mit PiCam und Raspi4 zur Astrobeobachtung bauen
Mit Raspberry Pi, HQ-Kamera, Powerbank und Open-Source-Software entsteht mit wenig Aufwand ein erstaunlich leistungsfähiger Himmelswächter. Ein Einstieg.
Seit der Vorstellung der Raspberry-Pi-HQ-Kamera im Jahr 2020 ist diese Kamera das Spitzenmodell von Raspberry Pi. Sie ist im Prinzip eine Smartphone-Kamera (Sony IMX477R) auf einem Breakout-Board und wird durch Raspberry Pi OS von Hause aus unterstützt. Sie hat eine hohe Auflösung, eine gute Tageslicht-Leistung, wenig Rauschen bei Dunkelheit und kann so mancher teuren Astrokamera das Wasser reichen. Die kleine Sensorfläche ist zwar nicht ideal für die Lichtempfindlichkeit, aber dennoch praktisch für hohe Vergrößerungen mit moderaten Brennweiten und damit auch für „tiefe“ Blicke in das All geeignet, ohne das Budget für viel Brennweite zu sprengen. Mit einem starken Weitwinkel oder Fisheye-Objektiv ist sie auch gut als Kamera für die Beobachtung des gesamten Himmels (Allsky) geeignet.
Astronomie ist nicht zwangsläufig teuer, denn ein Teleskop mit stabiler Montierung ist nicht der einzige Einstieg in das Hobby. Vieles geht mit vorhandener Hardware: Smartphone, DSLR oder Systemkamera, am besten auf einem Stativ.
Open-Source-Software macht die aufwendige Bildbearbeitung erschwinglich. Hier kommt neben GIMP für die letzten Retuschen oft spezielle Software zum Einsatz, um mehrere Bilder zu kombinieren („stacken“) und zu verbessern (schärfen, entrauschen). Beispiele sind hier DeepSkyStacker, Siril oder Seti Astro Pro (trotz des Namens Open Source). Gerade bei letzterem wird viel (lokale) KI zum Entrauschen, Schärfen und Sternentfernung (zur getrennten Bearbeitung von Nebeln und Sternen) eingesetzt, die mit Tausenden Bildern von Hobbyastronomen trainiert wurde.
ComfyUI vereinfacht im App-Modus die KI-Bearbeitung von Porträt- und Produktfotos: Kamera drehen, Licht ändern, hochskalieren mit wenigen Klicks.
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