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Umweltverbände unterstützen Hitzeschutz-Pläne der SPD
Mehrere Verbände sehen Deutschland nicht gewappnet für Hitzewellen und fordern, dass das Thema ins Zentrum der Regierungspolitik rückt. Die SPD-Ministerien haben einen Plan vorgelegt, für den aber eine Grundgesetzänderung nötig ist.
Angesichts der langanhaltenden Hitzewelle in diesem Sommer fordern Umwelt- und Klimaschutzverbände von der Bundesregierung einen Klima-Aktionsplan. "Dieser Extremsommer zeigt: Deutschland ist nicht gewappnet für die Hitze, die uns durch die eskalierende Klimakrise immer häufiger trifft", sagte die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
"Mehr als 10.000 Menschen sind in diesem Jahr bereits infolge extremer Hitze gestorben - und gleichzeitig versiegeln wir weiter Flächen und fällen alte Bäume, als hätte das eine mit dem anderen nichts zu tun."
Darin fordern sie auch eine Verfassungsänderung. Der Druck auf den Koalitionspartner Union wächst.
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Die DUH-Geschäftsführerin unterstützte die von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) angekündigten Schritte und einen nationalen Aktionsplan der SPD-Kabinettsmitglieder. Neben dem Aktionsplan sieht das Programm unter anderem Änderungen im Bauplanungsrecht und den Schutz von Beschäftigten gegen die extremen Temperaturen vor.
Metz nahm auch die CDU- und CSU-Minister in die Pflicht: "Umweltminister Schneider hat mehr Hitzeschutz angekündigt - das muss jetzt konkret werden und darf nicht beim nächsten Lippenbekenntnis bleiben", sagte sie.
Auch Bauministerin Verena Hubertz (SPD) und Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) trügen Verantwortung "und müssen handeln, statt zuzusehen, wie unsere Städte weiter zugepflastert werden und Menschen an extremer Hitze sterben".
Die Folgen der Hitze für Mensch und Natur sind gravierend, die volkswirtschaftlichen Schäden hoch.
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Greenpeace kritisierte eine mutmaßlich ausbleibende Beschäftigung des Bundeskabinetts mit dem Thema Hitze, Dürre und Klimaschutz. Angesichts von 12.000 Hitzetoten in diesem Sommer und einer angeschlagenen Wirtschaft gehöre "die Klimakrise ins Zentrum der Kabinettsklausur, nicht unter Sonstiges", sagte Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser.
Er unterstütze die Forderung von Umweltminister Schneider, Naturschutz und Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz zu verankern: "Städte und Kommunen brauchen dauerhaft mehr Geld für Hitzeschutz, Entsiegelung, Wiedervernässung und mehr Grün", sagte Kaiser.