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Das Schwarze Auge - Drakensang, Nordlandtrilogie - DSA hatte einige tolle Rollenspiele, doch die PC-Zukunft sieht eher düster aus
Am Fluss der Zeit war das letzte wirklich klassische Rollenspiel zu DSA. Und das wird wohl auch erstmal so bleiben.
Das Schwarze Auge ist eines von Deutschlands ältesten und bekanntesten Rollenspielen. Das Pen&Paper ist aber nicht nur am Würfeltisch bei den Leuten beliebt. Mit Rollenspiel-Klassikern wie der Nordlandtrilogie oder Drakensang konnte DSA auch die Herzen von vielen Spielerinnen und Spielern erobern, die primär am PC neue Fantasy-Welten erkunden.
Auch Genre-Experimente wie Satinavs Ketten oder Blackguards haben sich für Fans ausgezahlt. Doch das letzte richtig famose DSA-Spiel ist nun mittlerweile sehr lange her. 2022 erschien mit Wolves on the Westwind eine reine Visual Novel, davor markierte Book of Heroes den qualitativen Tiefpunkt für PC-Spiele in Aventurien.
Was ist da los? Und wann könnte es wieder ein PC-Spiel zu DSA geben? Wir haben mit Jan Wagner darüber im Plus-Podcast gesprochen. Jan ist Head of Digital beim DSA-Verlag Ulisses und hat offen zugegeben: Der große Plan für neue PC-Spiele ist fürs Erste gescheitert.
2022 hatten wir schon mal ein Gespräch mit Jan Wagner über die PC-Zukunft von Das Schwarze Auge. Damals wurde über einen recht ambitionierten Plan dafür gesprochen. Ulisses wollte sich nämlich für ein neues DSA-Rollenspiel eigene Kompetenzen aufbauen. Der Verlag wollte die Lizenz also nicht mehr rausgeben oder über bereits in Entwicklung befindliche Spiele stülpen.
Stattdessen sollte über kleine Projekte die Kompetenz und die Finanzierung stetig wachsen, bis schließlich alles bereit sei, ein neues DSA-PC-Rollenspiel zu verwirklichen. Doch wie Jan im Interview selbst sagt: »Pläne sind super, bis die Realität kommt.«
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Das Schwarze Auge: Das ist der erste selbst erstellte Held der GameStar-Community!
Dieser Plan ist mittlerweile an seine Grenzen gekommen und wird offenbar nicht weiter verfolgt. Wolves on the Westwind bleibt demnach das einzige Ergebnis davon. Das ursprünglich mal angedachte Action-Spiel, das darauf folgen sollte, ist damit wohl Geschichte – und damit auch ein von Ulisses eigens entwickeltes PC-Rollenspiel.
Dass sich Ulisses so schwer damit tut, liegt laut Jan an den Erwartungshaltungen der Fans und den Kosten, die damit verbunden wären, dem auch gerecht zu werden:
Wir haben es nicht geschafft, ein Team zu bauen, das so viele Kompetenzen aufweist, dass man sich so ein großes Ding wie DSA ans Bein binden kann. DSA hat das Problem, dass es in Deutschland extrem hohe Erwartungen hat. [...] Außerhalb des deutschsprachigen Raums ist DSA halt deutlich, deutlich, deutlich weniger bekannt. Wir hätten also ein riesengroßes Projekt mit sehr hohem Anspruch, das gleichzeitig nicht sehr viel Geld einspielt.