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Nasa zeigt neuen Mars-Rover-Prototypen: Was „Ernest“ so besonders macht
Die Nasa testet einen neuen Mars-Rover. „Ernest“ soll die Möglichkeiten der Mars-Erforschung verbessern, da vieles an ihm anders ist, als bei seinen Vorgängern.
Er heißt „Exploration Rover for Navigating Extreme Sloped Terrain“ oder kurz „Ernest“, und soll auf dem Mars Großes vollbringen: Die Rede ist von einem Rover-Prototypen, den die Nasa aktuell testet und jetzt erstmals der Öffentlichkeit gezeigt hat.
Ernest ist vor allem eines: schneller als seine Vorgänger. Der Mars-Rover Perseverance, der aktuell im Einsatz ist und von der Nasa als „herausragend“ eingestuft wird, erreicht auf ebenem Untergrund eine überschaubare Höchstgeschwindigkeit von rund 0,16 Kilometern pro Stunde.
Bei den jüngsten Tests in der Colorado-Wüste legte Ernest laut einer Nasa-Pressemitteilung innerhalb von sieben Tagen eine Gesamtstrecke von rund 26 Kilometern zurück und erreichte dabei eine Höchstgeschwindigkeit von etwa einem Kilometer pro Stunde. Das ist rund sechsmal so schnell wie Perseverance.
Neben der niedrigen Höchstgeschwindigkeit setzt das unwegsame Gelände den Rädern von Perseverance stark zu, und steile Hänge, garniert mit Felsen und Sand, stellen eine echte Herausforderung dar, die bisweilen lange Umwege erfordert, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Mit Ernest erprobt die Nasa jetzt neue Ansätze, die bei künftigen Missionen zum Mars und zum Mond zum Einsatz kommen könnten. Im Gegensatz zu den aktuellen Mars-Rovern, die über sechs Räder verfügen, ist Ernest mit vier Rädern ausgestattet. Er ist etwa 1,20 Meter lang, wobei eine für eine Weltraum-Mission vorgesehene Version doppelt so groß sein soll. Zudem kann er seine Räder einzeln anheben, um auf Hindernisse zu steigen oder sie zu überwinden.
„Mit diesem Fahrzeug könnte man eine wissenschaftliche Rundreise über den Mond – oder den Mars – unternehmen“, sagte James Keane, ein Nasa-Planetenforscher, der an Mondmissionen arbeitet. Anders als die bisherigen Mars-Rover, die nur über ein passives Aufhängungssystem verfügen, kann Ernest je nach Bedarf zwischen einer aktiven und passiven Aufhängung wechseln.
Dank seiner vier lenkbaren Räder ist er zudem in der Lage, in jede beliebige Richtung zu fahren. Die neueste Version verfügt zudem über „erweiterte Fähigkeiten zur eigenständigen Entscheidungsfindung“. Man darf gespannt sein, wie die Tests weiter verlaufen.
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