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Xbox-Gründungsmitglied Laura Fryer sieht ihre Bedenken nach 25 Jahren bestätigt
Angesichts von Studioschließungen und der Krise plädiert die Branchen-Veteranin für eine Rückkehr zum PC. Microsoft plant "Project Helix".
Laura Fryer gehörte in den 90er-Jahren zu den allerersten Mitgliedern der Microsoft Game Studios, wo sie zum Beispiel als Produzentin an Spielen wie Crimson Skies arbeitete.
Später ging Microsoft dann mehr in Richtung Xbox, wodurch Fryer zu einem der Gründungsmitglieder wurde. Ganz frei von Bedenken war sie zur damaligen Zeit jedoch nicht. Ihre Skepsis rührte daher, dass Microsoft als bisher reines Software-Unternehmen in den Hardware-Markt einsteigen wollte.
Nun, zumindest über 25 Jahre hinweg konnte sich die Marke Xbox halten, auch wenn es zuletzt unruhig war und offenbar zahlreiche Entlassungen und Studioschließungen oder -verkäufe drohen. Angesichts dessen sieht Fryer ihre damalige Skepsis bestätigt.
"Ich war damals dabei, die allererste Xbox mitzuentwickeln, und ich war eine der größten Skeptikerinnen im Team", erklärt Fryer in einem neuen Video (via Kotaku). "Mein Gedanke war damals, dass Windows mit einem Marktanteil von über 90 Prozent auf PCs bereits die dominierende Gaming-Plattform war ... Ich hatte das Gefühl, dass wir die erfolgreichste Spieleplattform der Welt für ein riskantes Wagnis aufgaben, auf das wir überhaupt nicht vorbereitet waren."
Fryer machte sich viele Gedanken, ob sich Microsoft mit der Xbox überhaupt gegen etablierte Konsolenhersteller durchsetzen könne, die beispielsweise bereits über vorhandene Lieferketten verfügen. Trotz ihrer Bedenken gelang es Microsoft, mit seinen Konsolen auf dem Markt Fuß zu fassen, während Spiele wie Halo und Fable entstanden. Das galt auch für Gears of War, bei dem sie selbst als Executive Producer mit an Bord war.
Seit diesen Anfangstagen hat sich viel getan, heutzutage kämpft Microsoft mit der KI-getriebenen Hardware-Krise (aber auch andere Unternehmen), man kannibalisiert Spieleverkäufe durch den Game Pass und es gab eine rasante Expansion.
Was kann man in der aktuellen Situation also tun? Fryer ist der Ansicht, dass sich die Xbox-Sparte am Ende wieder um Windows formieren muss. Sie ist überzeugt, dass Xbox nicht komplett verschwindet, aber neu ausgerichtet wird.
Mit der nächsten Xbox-Konsole, die derzeit auf den Codenamen Project Helix hört und sowohl Xbox- als auch PC-Titel abspielen kann, könnte das Unternehmen versuchen, die Community wieder mehr Richtung PC zu treiben.
"Viele von euch lieben es, eine feste Konsole unter dem Fernseher stehen zu haben, die einfach funktioniert", sagte Fryer. "Microsoft weiß, dass sie das Wohnzimmer nicht einfach aufgeben können, selbst wenn die Rechnung am Ende nicht aufgeht. Genau deshalb arbeiten sie an einem Weg, das Konsolen-Erlebnis auf den PC zu bringen."