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Deutsch-belgische Grenzregion: Waldbrand-Lage stabil - doch es droht Wind
Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn hat sich nicht weiter der deutschen Stadt Monschau angenähert. Entwarnung gibt die Feuerwehr aber nicht - für Dienstag ist starker Wind vorhergesagt.
Der Waldbrand im Grenzgebiet von Belgien und Nordrhein-Westfalen hat sich nicht weiter Richtung Deutschland ausgebreitet. Die Lage im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn sei statisch und habe sich nicht verschlechtert, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr im deutschen Monschau, Philipp Krüger. Allerdings seien für Dienstag starker Wind und Böen aus südwestlicher Richtung vorhergesagt. Das sei eine "ganz neue Lage", auf die man sich nun vorbereite.
Krüger sagte, aktuell unterstützten 60 Feuerwehrleute aus Monschau ihre Kollegen in Belgien, sie löschten dort mit Schläuchen. Das sei sehr kräftezehrend, das Personal müsse regelmäßig ausgetauscht werden. Unterstützung kommt auch von der Bundeswehr: Zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 mit Wasserbehältern helfen beim Löschen.
In der Nacht ist das Feuer nicht weiter auf den deutschen Ort Monschau vorgerückt. Entwarnung gibt es noch nicht.
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Am Morgen brachte leichter Regen ein wenig Entspannung. Für eine Entwarnung war es aber zu wenig, sagte Monschaus parteilose Bürgermeisterin Carmen Krämer. Die Brandlage im Hohen Venn ist ihr zufolge unverändert. Deshalb könnten die am Sonntag evakuierten etwa 30 Einwohner aus Monschau-Kalterherberg auch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte Krämer.
Die Eifelstadt ist ein Touristenhotspot mit vielen Fachwerkhäusern und wird auch von ausländischen Gästen geschätzt. Der Brand war zuletzt auf 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt.
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17.08.2026
Auf belgischer Seite ist die Lage angespannt. König Philippe hat seinen Urlaub unterbrochen, die Staatsanwaltschaft Lüttich ein Verfahren wegen Brandstiftung eröffnet und der Innenminister die Europäische Union um Hilfe gebeten.
Mit rund 3.000 Hektar Fläche handelt es sich um einen der größten Waldbrände in der Geschichte Belgiens - ausgerechnet im Hohen Venn, das als einzigartige Hochmoor- und Sumpflandschaft gilt. Die Bekämpfung ist besonders schwierig, wie der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen erläuterte. "Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten."
Bisher funktioniere die Koordination aber gut und es könne alles getan werden, um das Feuer zu löschen, sagte Belgiens Innenminister Bernard Quintin. Wenn der Brand allerdings größer werde, müsste der nationale Notstand ausgerufen werden.