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Ernteeinbußen erwartet: Landwirtschaftsminister will Bauern helfen
Wegen der langen Trockenheit erwarten die Landwirte geringere Ernten. Landwirtschaftsminister Rainer hat den Bauern deshalb Hilfe zugesichert - wenn verlässliche Zahlen vorliegen. Lebensmittel würden aber nicht sofort teurer.
Die Landwirte machen sich wegen der anhaltenden Trockenheit in diesem Sommer auf erhebliche Einbußen bei der Ernte gefasst - teils drohen sogar Totalausfälle. Deshalb hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) den Bauern Hilfe zugesichert.
Das gehe aber erst dann, wenn belastbare Daten vorliegen, sagte Rainer im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Ohne belastbare Daten können wir schlecht Hilfe leisten." Der Deutsche Bauernverband (DBV) stellt heute eine Erntebilanz vor.
Rainer will Ende August amtliche Erntedaten vorlegen. Der Rheinischen Post sagte er: "Ich klopfe an jede Tür, an der Hilfe möglich ist." So habe er auch dem EU-Agrarkommissar die "besorgniserregende Situation auf unseren Äckern und Weiden geschildert und deutlich gemacht, dass im Ernstfall auch Europa gefordert ist".
Es sei ihm aber wichtig, "dass die landwirtschaftlichen Betriebe wissen, sie bleiben nicht alleine. Wir haben die Folgen der Dürre genau im Auge und werden, so gut es geht und so schnell es auch geht, passgenaue Hilfen anbieten." Über die Landwirtschaftliche Rentenbank sei ein 200-Millionen-Euro-Sofortprogramm aufgelegt worden, das allerdings nicht ausreichend sei.
Der Raiffeisenverband rechnet mit einer unterdurchschnittlichen, aber zumindest noch ausreichenden Ernte.
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Auf die Frage, ob Brot und Fleisch wegen der schlechten Ernte nun teurer würden, sagte Rainer: Davon gehe er nicht aus, weil die Lebensmittelpreise auch von anderen Faktoren wie Lieferketten, Transport und der Erzeugung abhingen. Beim Brot zum Beispiel mache das Getreide nur einen sehr kleinen Teil der Kosten aus.
Darin fordern sie auch eine Verfassungsänderung. Der Druck auf den Koalitionspartner Union wächst.
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Zum von der SPD vorgeschlagenen Hitze-Aktionsplan sagte Rainer, dabei dürfe die Landwirtschaft nicht vergessen werden. Sie sei am stärksten von der Dürre betroffen.
Bei der Frage, ob Klimaanpassung und Naturschutz - wie von der SPD gefordert - als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankert werden sollte, wollte sich Rainer nicht festlegen. "Wir haben nächste Woche Kabinettsklausur. Da haben wir auch die Zeit, dieses Thema zu diskutieren", sagte er.