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Tiefer, breiter, schneller: Spezial Breadboard für ESP-Entwicklungsboards
ESP32-Entwicklungsboards lassen kaum Platz auf Breadboards, um weitere Komponenten zu platzieren. Hier soll das neue Format Abhilfe schaffen.
Das Breadboard, optimiert für ESP8266/ESP32/NodeMCU, soll ein altes Problem lösen. Bei modernen ESP32-Boards bleiben gerade mal noch zwei Zeilen auf dem Breadboard frei, um Jumper zu stecken. Komponenten wie LEDs mit Vorwiderstand finden dort keinen Platz. Also laufen dann Jumperkabel unter dem Board oder in Bündeln seitlich des Boards zu einer freien Stelle auf dem Board. Das ist unübersichtlich, fehlerträchtig und frickelig.
Berrybase Electronics hat sich diesem Problem angenommen und ein neues Breadboardformat entwickeln lassen. Eine Stromschiene ist eingespart, dafür hat die Steckfläche zwei Zeilen mehr. Damit können die alten NodeMCU-Boards verwendet werden, die auf normalen Breadboards gar keine Zeilen von Kontakten erreichbar ließen. Benutzt man schlanke Boards wie Arduino-Nano oder Raspberry Pico, kann man variabel beispielsweise fünf Zeilen auf der einen und eine Zeile auf der anderen Seite des Boards verwenden; das ist sehr praktisch.
Die zusätzlichen Reihen wurden durch Weglassen einer Stromschiene möglich. In vielen Designs sind aber zwei Versorgungsspannungen nötig. Hier hat man bei herkömmlichen Breadboards dann beispielsweise 3,3 V und 5 V auf verschiedene Stromschienen gelegt, was natürlich bei dem neuen Formfaktor nicht geht. Daher ist die positive, rot markierte Zeile in der Mitte geteilt, die Masse dagegen nicht. Benötigt man die Teilung nicht, kann die Zeile einfach mit dem beigelegten Jumper verbinden.
Leider passen die neuen Boards nicht zu den normalen 400-Kontakt-Breadboards. In Reihe kann man das neue 408er-Board mit einem 400er-Board zusammen stecken, es bleibt aber ein unschöner Versatz; die Trennung der Spalten-Seiten ist immerhin auf einer Linie. Weitergedacht wäre ein Board mit zwei einzeiligen Stromversorgungsschienen toll, das dann ohne Versatz an herkömmliche Boards passen würde.
Auch passen die Plastiknasen an den Längsseiten vom Abstand her überhaupt nicht zu einem anderen System, auch nicht dem von Global Specialities, die ein leicht anderes Raster benutzen, um die Boards mit Schraublöchern zu versehen (siehe Breadboard-Test, Make 3/2025, S. 8). An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, auch wenn ich die Boards nicht so intensiv wie für Make 3/2025 testen konnte.
Auf der Rückseite gibt es übrigens kein doppelseitiges Klebeband mit Schaumkern, sondern nur ein kräftiges transparentes Klebeband. Das ist kein Fehler. Das übliche Klebeband wird schnell unansehnlich, oder die Schutzfolie fängt an abzugehen und legt die Klebefläche frei, wenn man es nicht aufgeklebt benutzt. Versucht man dann das Klebeband zu erneuern, fliegen einem die Kontaktfedern entgegen. Bei den Berrybase-Boards kann man selbst entscheiden, ob man Doppelseitiges Tape oder sogar Magnetfolie benutzt.
Das Board gibt es ab sofort bei Berrybase für 4,90 Euro, eine lange Variante ist angekündigt.
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