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7,5 Milliarden US-Dollar für Gründer und Investoren: Stripe übernimmt OpenRouter
OpenRouter ermöglicht den direkten Vergleich von KI-Modellen bei einer besseren Kostenkontrolle. Nun übernimmt Stripe den gerade einmal drei Jahre alten Dienst.
Der Zahlungsabwickler Stripe kauft die KI-Plattform OpenRouter für insgesamt 7,5 Milliarden US-Dollar, das sind 500 Millionen mehr als noch vorige Woche berichtet worden war. Das haben die beiden Unternehmen jetzt öffentlich gemacht, den Übernahmepreis hat die New York Times von einer informierten Person erfahren. Demnach gehen davon 1,5 Milliarden US-Dollar an die Gründer, 6 Milliarden bekommen die Investorinnen und Investoren. Sie hatten laut New York Times 164 Millionen US-Dollar in das Unternehmen gesteckt.
OpenRouter ist gerade einmal drei Jahre alt, noch im Mai war die Plattform auf gerade einmal 1,3 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Damit hat OpenRouter seinen Marktwert in drei Monaten mehr als verfünffacht. Die Übernahme soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.
OpenRouter betreibt eine beliebte Plattform, über die man verschiedene KI-Modelle nutzen kann. Mehr als 10 Millionen Nutzerinnen und Nutzer beauftragten auf diesem Weg über 500 Modelle, heißt es bei der Firma selbst. Das ist nicht nur hilfreich, wenn man etwa für ein Projekt herausfinden will, welches Modell am besten geeignet oder aber am günstigsten ist. Der Dienst lässt sich zudem so einstellen, dass nicht automatisch frisches Geld vom Bankkonto abgebucht wird, sobald das Guthaben zur Neige geht. Damit gibt es also mehr Kostenkontrolle als bei den KI-Anbietern selbst. Der jüngste Aufstieg des Unternehmens fällt mit dem wachsenden Bewusstsein bei Firmen für die teils explodierenden Kosten für die KI-Nutzung zusammen.
Stripe wurde 2010 in Palo Alto von den irischen Brüdern Patrick und John Collison gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco und Dublin wickelt Zahlungen ab und hat im Frühjahr für Aufsehen gesorgt, als angebliches Interesse an einer Übernahme von PayPal publik geworden ist. Monate vorher war bekannt geworden, dass das Unternehmen mit OpenAI an einem Protokoll für agentische Einkäufe arbeitet. Sonst hat es bislang aber keine Verbindung von Stripe zum gegenwärtigen KI-Boom gegeben. Einer der Gründer von OpenRouter hat seine Firma im Mai aber als das „KI-Äquivalent von Stripe“ bezeichnet. Nach der Übernahme soll sich bei OpenRouter nichts ändern: „Gleiche Mission, gleicher Name, gleiches Produkt, gleiche Roadmap“, versichert das Unternehmen.
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