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The Duskbloods für Switch 2: Selbst Miyazaki ist kein Multiplayer-Profi – und das prägt das Spiel
Im großen Interview erklärt FromSoftware-Chef Hidetaka Miyazaki, wie man im neuen Multiplayer-Soulslike auch durch heimtückische Taktiken zum Sieg kommt.
Ich durfte FromSoftware in Tokio besuchen und dort bereits zwei Tage lang spielen, was euch im geschlossenen Netzwerktest von The Duskbloods erwartet. Im Anschluss löcherte die versammelte Journalistenschar außerdem Hidetaka Miyazaki, den Präsidenten von FromSoftware und Director von The Duskbloods mit Fragen zum kommenden PvPvE-Titel. Wie sich Miyazaki im Fragenwald geschlagen hat, entnehmt ihr den gesammelten Antworten unten. Wenn ihr unterdessen meine Eindrücke zum Mehrspieler-Soulslike lesen wollt, nehmt ihr euch am besten meine The Duskbloods Preview zur Brust.
Hidetaka Miyazaki ist Präsident von FromSoftware und Director von The Duskbloods. Bekannt ist er vor allem als kreativer Kopf hinter Spielen wie Dark Souls, Bloodborne und Elden Ring.
Eurogamer.de: Warum ist The Duskbloods aus eurer Sicht gerade jetzt das richtige Spiel für FromSoftware? Und warum habt ihr euch für diese Art von Spiel auf der Switch 2 entschieden?
Historisch betrachtet ist diese Partnerschaft selten. Abseits der Portierung von Dark Souls Remastered (2018) entwickelte FromSoftware für den westlichen Markt zuletzt zu GameCube-Zeiten exklusive Titel für Nintendo, namentlich das Karten-Rollenspiel Lost Kingdoms 1 und 2.
Hidetaka Miyazaki: Um deine erste Frage zu beantworten: Ich habe mir ehrlich gesagt nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht, warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist, The Duskbloods zu veröffentlichen. Wenn ich vielleicht bis in die Zeit von Demon’s Souls zurückblicke, haben wir schon immer mit diesen Online-Elementen experimentiert, etwa mit den sogenannten Covenants und den Beziehungen zwischen den Spielern.
Bei einem Spiel, das hauptsächlich auf den Singleplayer ausgelegt ist, gibt es jedoch vieles, das man innerhalb der Grenzen eines Singleplayer-Spiels nicht wirklich aufgreifen oder auf eine zufriedenstellende Weise umsetzen kann.
Und natürlich haben wir seitdem viele weitere Titel entwickelt, aber manche dieser Elemente haben dort vielleicht einfach nicht richtig hineingepasst. In Elden Ring zum Beispiel würden solche Elemente nicht wirklich funktionieren. The Duskbloods könnte für mich persönlich also eine Chance sein, all diese Ideen umzusetzen, die ich schon länger in einem Online-Spiel ausprobieren wollte.
Was die Frage betrifft, warum wir uns für die Nintendo Switch 2 entschieden haben: Die ursprüngliche Idee für das Spiel wurde vor einigen Jahren von mir und FromSoftware Nintendo vorgestellt. Wir waren damals im Rahmen eines unserer Gespräche mit Partnern im Austausch und Nintendo reagierte sehr offen und positiv auf unsere Ideen. Daraufhin begannen die Planungen für das Projekt.
Im Laufe der Entwicklung haben wir dann natürlich von der Hardware der Switch 2 erfahren. Diese eignete sich deutlich besser für die Online-Kommunikation und die Ideen, die wir für das Netzwerkspiel hatten. Dadurch ergab sich für uns eine sehr gute Gelegenheit, den Kurs zu ändern und die Entwicklung auf die Nintendo Switch 2 zu verlagern.