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Vom Millimeterpapier zum Mac-Icon: Susan Kares Design-Geschichte
Die Grafikdesignerin Susan Kare gab Einblicke in die Entstehung der frühen Mac-Icons. Sie entwickelte unter anderem den Happy Mac und das CMD-Symbol.
CMD-Taste des Macs: Das bekannte Symbol wurde von Susan Kare entwickelt, die jetzt in einem Vortrag über ihre Zeit bei Apple berichtete.
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Ein Druck auf die CMD-Taste des Macs genügt, um mit der Arbeit von Susan Kare in Berührung zu kommen. Die Grafikdesignerin aus den Anfangstagen des Macs hat sich an vielen Stellen im Apple-Design verewigt. Auf Einladung des Start-up-Förderers Y Combinator gab die 72-Jährige jetzt interessante Einblicke in die Entstehung der frühen Icons und Maus-Bedienelemente.
Die studierte Kunsthistorikerin hatte eigentlich gar keinen Bezug zur Technikwelt. Erst ein Anruf ihres Jugendfreunds und Mac-Systemprogrammierers Andy Hertzfeld brachte sie mit dem Mac in Berührung. Bei Apple wurde 1983 nach einer Person gesucht, die die ersten grafischen Elemente kreiert – unter aus heutiger Sicht haarsträubenden Rahmenbedingungen: Nur 16 × 16 Pixel durften die Symbole zunächst groß sein, etwas später dann 32 × 32 Pixel. Auch auf Farbe musste verzichtet werden.
Kare bewarb sich mit selbst gebastelten Icon-Entwürfen auf Millimeterpapier, erinnert sie sich in dem Vortrag, der auf YouTube zum Abruf bereitsteht. Für die Umsetzung in den Computer schrieb Hertzfeld eigens einen bitweise funktionierenden Icon-Editor, der automatisch Hex-Code erzeugte.
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Während ihrer Zeit bei Apple prägte Kare viele grafische Elemente. Der lachende Mac (Happy Mac) geht zum Beispiel auf sie zurück – er folgt einem Prinzip, das später auch der Comic-Theoretiker Scott McCloud beschrieb. Es besagt, dass Minimalismus dazu führt, dass sich mehr Menschen mit solchen Symbolen identifizieren können und diese verständlich bleiben. Die Reduzierung aufs Wesentliche führte aber auch zu Missverständnissen: Das Symbol der Bombe für einen Systemabsturz habe einen Nutzer so verunsichert, dass er glaubte, sein Rechner könne gleich explodieren.
Kare zeichnet sich auch verantwortlich für einige Schriftarten. Sie entwickelte „Chicago“, die später auch auf dem ersten iPod verwendet wurde, sowie „New York“ und „Geneva“. Die Städtenamen gingen übrigens auf Steve Jobs zurück, der forderte, dass es schon mindestens Weltstädte sein müssten und keine Vor-Ort-Namen, wie es aus dem Team angeregt wurde. Kare entwickelte auch eine Schriftart namens „San Francisco“, die allerdings nicht mit der heutigen Standard-Schriftart Apples zu tun hat, die das Unternehmen viele Jahre später auflegte.