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Wissenschaft - Studie aus Finnland: Kinder, die viel auf Bildschirme schauen, sollen tatsächlich einen Vorteil haben: sie denken aktiver
Wie positiv sich Displays auf Kinder auswirken, kommt stark auf die Nutzung an (Bildquelle: Kelly Sikkema on Unsplash)
Dass Sport gut für die kindliche Entwicklung ist, gilt als unumstößliche Tatsache – doch dass ausgerechnet das ausdauernde Sitzen vor dem Bildschirm das Gehirn ebenfalls fit machen kann, dürfte für viele eine echte Überraschung sein.
Eine neue Langzeitstudie aus Finnland liefert nun genau diesen Befund: Forscher der Universität Jyväskylä beobachteten Kinder über acht Jahre hinweg und stellten fest, dass eine höhere Bildschirmnutzung im Kindesalter mit einer besseren kognitiven Verarbeitung im Jugendalter verbunden war.
Laut den Forschungsergebnissen der Universität liegt das Geheimnis in der Art der Nutzung. Wenn digitale Geräte nicht zur bloßen Berieselung, sondern für Problemlösungen und kreatives Lernen eingesetzt werden, würden sie körperliche Aktivität ideal ergänzen.
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Grundlage für die neuen Erkenntnisse ist die sogenannte Panic-Studie, ein langfristiges Forschungsprojekt der Universität Jyväskylä und der Universität Ostfinnland. Das Team begleitete 260 Kinder über einen Zeitraum von acht Jahren, beginnend im Alter von sechs bis neun Jahren.
Um ein genaues Bild des Alltags zu erhalten, setzten die Forscher auf einen Methoden-Mix: Herzfrequenz- und Bewegungssensoren zeichneten die körperliche Aktivität auf, während Fragebögen Details zu angeleitetem Sport, unbetreuter Bewegung und der Bildschirmzeit erfassten.
Um die kognitive Entwicklung – konkret Lernen, Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis – messbar zu machen, nutzten die Forscher den Test »Cogstate Brief Battery«.
»Cogstate Brief Battery« ist ein kurzer, computergestützter Test, der anhand von einfachen Spielkarten-Aufgaben misst, wie gut sich eine Person konzentrieren, erinnern und Informationen verarbeiten kann.
Was bedeuten diese Ergebnisse für den Familienalltag? Studienleiter Petri Jalanko macht klar, dass die Daten kein Freifahrtschein für unbegrenztes Dauer-Streaming sind. Entscheidend sei die konkrete Art der Bildschirmnutzung.