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Südkorea und USA beenden Militärübung vorzeitig
Die traditionellen Militärmanöver der USA und Südkoreas fallen in diesem Jahr deutlich kürzer aus als geplant. US-Präsident Trump hatte die Übungen zuvor als "feindseliges Signal" kritisiert - und Seoul mangelnde Unterstützung vorgeworfen.
Die USA und Südkorea haben wie angekündigt ihr gemeinsames Militärmanöver "Ulchi Freedom Shield" sechs Tage früher als ursprünglich geplant beendet. Das teilte das südkoreanische Militär nun mit. Südkoreanische Regierungsvertreter hatten diesen Schritt bereits am Mittwoch bekanntgegeben, ohne eine offizielle Begründung zu nennen.
US-Präsident Donald Trump hatte das Verteidigungsministerium am vergangenen Sonntag angewiesen, die gemeinsamen Übungen deutlich zu reduzieren - einen Tag vor ihrem Beginn. Als Gründe nannte er auf seiner Online-Plattform Truth Social die nach seinen Angaben guten Beziehungen zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un sowie die Weigerung Südkoreas, sich am US-Krieg gegen Iran zu beteiligen.
Er sei nicht glücklich darüber, dass die USA vor langer Zeit solchen gemeinsamen Übungen zugestimmt hätten. Diese sendeten ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal".
Zudem bejahte Trump am Mittwoch die Frage, ob er damit rechne, Kim noch in diesem Jahr zu treffen. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hatte sich Mitte August ebenfalls für direkte Gespräche mit dem nordkoreanischen Staatschef ausgesprochen.
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18.08.2026
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Nordkoreas Führung behauptet, die jährlichen Manöver seien Probeläufe für eine Invasion in das atomar bewaffnete Land. Pjöngjang machte zudem deutlich, dass das vorzeitige Ende des Manövers für eine Rückkehr zu Gesprächen nicht ausreiche.
Kims einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte am Mittwoch laut nordkoreanischen Staatsmedien, es ändere nichts an dem "provokativen und offensiven Charakter" der Manöver. Es handele sich weiterhin um feindselige Militärübungen gegen Nordkorea. Tags darauf feuerte das Land etwa zehn ballistische Raketen in Richtung des Meeres ab.
Kim sagte zudem, sie wisse von keiner Kommunikation zwischen den Staatschefs Nordkoreas und der USA. Sie räumte aber ein, dass Nordkoreas Machthaber "gute Erinnerungen" an Trump hege und die beiden eine nach wie vor gute Beziehung verbinde.