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Diplomatin Birkett führt bei Testabstimmung über Amt des UN-Generalsekretärs
Wer folgt auf Guterres? In einer zweiten Abstimmung setzte sich die Guyanerin Birkett an die Spitze der Liste für das Amt des UN-Generalsekretärs. Die Präsidentin der Generalversammlung Baerbock wirbt für mehr Transparenz - und wird dafür angefeindet.
Noch bis Ende des Jahres ist António Guterres Generalsekretär der Vereinten Nationen. Wer auf ihn folgt, ist noch offen. In Probeabstimmungen sondiert sich der UN-Sicherheitsrat. Am Freitag zeichnete sich eine knappe Mehrheit für die Diplomatin Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana ab. Acht Staaten sollen für sie gestimmt haben.
Damit verdrängte sie die frühere costa-ricanische Vizepräsidentin Rebeca Grynspan auf den zweiten Platz.
Im Sicherheitsrat sind mindestens neun der insgesamt 15 Stimmen nötig. Zudem darf keine der fünf Vetomächte widersprechen. Erst dann empfiehlt der Sicherheitsrat der Generalversammlung eine Kandidatin oder einen Kandidaten, woraufhin dann die formelle Ernennung durch die Versammlung folgt.
Wer folgt auf UN-Generalsekretär Guterres?
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Das Verfahren findet weitestgehend hinter verschlossenen Türen statt. Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, bemüht sich um mehr Transparenz. Wie seit einigen Jahren üblich organisierte sie öffentliche Befragungen. Bei der Veranstaltung konnte das Publikum über die Kandidaten abstimmen, laut Diplomaten war das erstmalig so.
Zudem bat sie den Sicherheitsrat, keine Kandidaten zu berücksichtigen, die nicht zuvor an einem Dialog mit der Generalversammlung teilgenommen haben.
Ende 2026 läuft die Amtszeit von UN-Generalsekretär Guterres aus - wer folgt auf ihn?
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Für ihr Vorgehen erntete Baerbock scharfe Kritik aus Russland und den USA. US-Botschafterin Jennifer Locetta bezeichnete das Vorgehen als "Kompetenzüberschreitung". Baerbock sehe sich als "diplomatischen Superstar" und habe dem Sicherheitsrat indirekt vorgeworfen, nicht ordnungsgemäß zu handeln.
Der russische UN-Botschafter Vassily Nebenzia sagte, sein Land sei besorgt "über die Rolle, die sich die Präsidentin der Generalversammlung selbst zuzuschreiben versucht".