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Double Fine kündigt Kickstarter-Kampagne mit Game Jam und neuer Doku an
Double Fine kehrt zu Kickstarter zurück, lässt Fans über neue Prototypen abstimmen und holt 2 Player Productions für eine neue Dokumentation ins Boot. Zudem besitzt das Team seine IPs wieder selbst.
Nachdem Double Fine sich im Juli von Xbox Game Studios trennte, möchte das Studio diesen Schritt nun mit einem bekannten Konzept feiern. Am 31. August startet auf Kickstarter die Kampagne Amnesia Fortnight 2026 - Indie Reboot: A Double Fine Productions Game Jam, Documentary and Kickstarter Campaign.
Im Mittelpunkt steht ein zweiwöchiger Game Jam. Dabei sollen Unterstützer selbst Einfluss darauf nehmen können, welche Ideen von Double Fine tatsächlich zu Prototypen werden. Aus zahlreichen Konzepten werden zunächst vier Projekte ausgewählt und anschließend als spielbare Prototypen umgesetzt. Am Ende soll eines dieser vier Konzepte zu einem vollständigen, wenn auch kleineren Spiel weiterentwickelt werden.
Das Verfahren knüpft an eine lange Tradition des Studios an. Double Fine führte Amnesia Fortnight ursprünglich während der Entwicklung von Brütal Legend ein. Um dem Druck des laufenden Projekts zu entkommen, legte das Team die eigentliche Arbeit für zwei Wochen beiseite und entwickelte in kleineren Gruppen neue Spielideen. Im Laufe der Jahre wurde das Konzept mehrfach wiederholt. Aus einigen dieser Prototypen entstanden später Spiele wie Costume Quest, Stacking und zuletzt Kiln.
2 Player Productions soll den gesamten Prozess mit Kameras begleiten und daraus eine neue Dokumentarserie produzieren. Das Team hatte bereits die Entwicklung von Psychonauts 2 in einer umfangreichen, insgesamt 22 Stunden langen Dokumentation begleitet. Die Serie erhielt gute Kritiken, insbesondere weil sie einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in die Realität der Spieleentwicklung bot.
Double-Fine-Chef Tim Schafer bestätigte im Kinda-Funny-Podcast, dass die eigenen Marken und Veröffentlichungsrechte wieder beim Studio liegen. „Alles, was wir zurückbekommen haben, die Übertragung der IP, kam zu uns zurück“, erklärte Schafer. Auch die Publishing-Rechte an den bisherigen Spielen seien zurück bei Double Fine. Bei einigen Titeln sei zwar weiterhin Microsoft als Publisher vermerkt, doch die entsprechenden Änderungen würden noch Zeit benötigen.
Nach den massiven Umstrukturierungen bei Xbox steht Double Fine Productions vor einem wichtigen Neuanfang. Im Zuge des Abbaus von rund 3.200 Stellen musste auch das Studio 23 Mitarbeiter entlassen. Damit bleiben noch rund 70 Mitarbeiter beschäftigt.
Für Double Fine bedeutet der Neustart als Indie-Studio zwar deutlich mehr Kontrolle über die eigene Zukunft, doch die Situation bleibt trotzdem schwierig. Nach dem Stellenabbau muss sich das Studio nun auch wirtschaftlich wieder auf eigene Beine stellen. Dass das Team aber auch schwierige Phasen überstehen kann, hat es in seiner bisherigen Laufbahn mehrfach bewiesen.