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KDE Gear 26.08 bringt Verbesserungen bei Dolphin, Okular und Kdenlive
Mit KDE Gear 26.08 »Shiny Stuff« hat das KDE-Projekt die dritte große Ausgabe seiner Anwendungssammlung in diesem Jahr veröffentlicht. Nach vier Monaten Entwicklungszeit bringt die neue Version zahlreiche funktionale Verbesserungen für Anwendungen wie Dolphin, Okular, Konsole und Kdenlive.
Beim Dokumentenbetrachter Okular haben die Entwickler insbesondere die Funktionen zum digitalen Signieren überarbeitet. Der Vorgang soll dadurch sicherer und einfacher werden. Zudem wurden die bislang getrennten Dialoge zur Konfiguration von Okular und dessen Backends zusammengeführt. Ein Dreifachklick markiert nun eine komplette Textzeile. Bei Hervorhebungen und Unterstreichungen übernimmt Okular den betreffenden Text automatisch in die zugehörige Anmerkung. Notizen und Inline-Kommentare lassen sich zudem innerhalb eines Dokuments oder zwischen Dokumenten kopieren und einfügen.
Der Dateimanager Dolphin verbessert in KDE Gear 26.08 unter anderem die Zusammenarbeit mit KDE Connect. Wer über Dolphin auf Dateien eines verbundenen Smartphones zugreift, kann KDE Connect jetzt direkt über eine Schaltfläche öffnen. Deutlich leistungsfähiger wird außerdem die mit Strg+i aufrufbare Filterleiste. Sie unterstützt neben einfacher Texteingabe jetzt auch Globbing und reguläre Ausdrücke.
Darüber hinaus können Anwender die Gruppierung von Dateien unabhängig von deren Sortierung festlegen. So lassen sich Dateien beispielsweise alphabetisch sortieren und gleichzeitig nach Dateityp gruppieren. Bei vielen geöffneten Tabs hilft eine weitere Neuerung: Über das Kontextmenü eines Tabs lassen sich jetzt alle Tabs links oder rechts davon sowie auf beiden Seiten schließen.
Auch Konsole erweitert eine bereits vorhandene Funktion. Bislang ließen sich erkannte Dateinamen bei gedrückter Alt-Taste per Drag & Drop an andere Anwendungen übergeben. KDE Gear 26.08 erweitert dieses Verhalten auf Links, E-Mail-Adressen und Farbangaben. Ein Link kann beispielsweise direkt auf einen Browser-Tab gezogen werden. Farbcodes lassen sich unter anderem auf ein Bild in Krita ziehen oder als Hexadezimalwert in einen Texteditor übernehmen.
Beim Videoeditor Kdenlive konzentriert sich die neue Ausgabe auf zahlreiche kleinere Verbesserungen im Arbeitsablauf. Beim Transform-Effekt lässt sich die Rotationsachse nun frei positionieren. Gradient Map unterstützt mehrere Haltepunkte innerhalb eines Farbverlaufs, während sich beim Curves-Effekt die einzelnen Kurven unabhängig voneinander bearbeiten lassen.
Auch die Timeline wurde erweitert. Markierte Bereiche lassen sich in eine neue Sequenz kopieren, benötigte Audiospuren kann Kdenlive automatisch anlegen. Spuren können zudem neu angeordnet und unterschiedliche Farben für Videos, Bilder, Titel und andere Objekttypen festgelegt werden. Im Titeleditor lassen sich Objekte jetzt kopieren und einfügen sowie Rechtecke mit abgerundeten Ecken versehen. Eine Einrastfunktion erleichtert außerdem das Ausrichten von Objekten an Bildschirmrändern, der Mitte oder anderen Elementen.
Eine deutlich sichtbare Überarbeitung erhält Minuet, KDEs Anwendung für musikalisches Gehörtraining. Die Oberfläche wurde für den Einsatz auf Desktop- und Mobilgeräten neu gestaltet. Eine neue Startseite, eine überarbeitete Navigation und als Karten dargestellte Übungen sollen die Orientierung erleichtern. Hinzu kommt eine Suche, die Übungen anhand ihrer lokalisierten Namen und Beschreibungen filtert.