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Das wird teuer: Uber soll in der EU 825 Mio. Euro Strafe zahlen
von André Westphal
24. Aug. 2026 |
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Der Fahrdienstvermittler Uber ist nicht nur in Deutschland höchst umstritten. In den Niederlanden hat die dort zuständige Datenschutzbehörde namens Autoriteit Persoonsgegevens (AP) dem Unternehmen jetzt eine saftige Geldstrafe aufgebrummt. Rund 825 Mio. Euro soll Uber deswegen zahlen. Stein des Anstoßes sind vollautomatische Sperrungen von Fahrern, die so nicht hätten verhängt werden dürfen.
Das lief in der Praxis so: Hatte Uber einen Betrugsverdacht oder es wurden überwiegend sehr niedrige Kundenbewertungen festgestellt, dann wurden die betroffenen Fahrerkonten vorübergehend oder sogar anhaltend deaktiviert. Logischerweise war für betroffene Fahrer die Konsequenz, dass sie keine Einnahmen mehr von Uber erhalten haben.
Grundsätzlich steht es Uber frei, Fahrer in solchen Szenarien zu sperren – allerdings darf das eben nicht komplett automatisiert geschehen. Mit dieser vollautomatisierten Entscheidungsfindung hat Uber laut der AP nämlich gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen. Zudem hatte Uber die Fahrer nicht ausreichend über die automatisierte Entscheidungsfindung informiert. Die Verstöße sind inzwischen bereits eingestellt, da hatte sich der Fahrdienstvermittler offenbar einsichtig gezeigt.
Uber hatte auf eine Software gesetzt, um das Fahrverhalten der Fahrer zu überwachen und Kundenbewertungen zu erfassen. Entsprechend wurden dann Sperren verhängt – eine menschliche Überprüfung fand jedoch nicht statt. Auf diese Weise ging Uber von 2018 bis 2022 vor. Der lange Zeitraum der Verstöße hat auch zur Höhe der Strafe beigetragen. Zudem bewertet die AP die Verstöße als besonders schwerwiegend, da den Fahrern ohne Vorwarnung ihr Einkommen entzogen worden sei. Solche weitreichenden Folgen hätten zwingend von einem Menschen überprüft werden müssen.
Die Untersuchung begann im Übrigen in Frankreich, aber weil Uber seinen europäischen Hauptsitz in den Niederlanden hat, setzte sich das Ganze dann dort fort. Dabei haben sich die niederländischen Datenschützer mit anderen Aufsichtsbehörden aus Europa abgestimmt. Hinnehmen will Uber die massive Geldstrafe natürlich nicht – man hat bereits Berufung angekündigt.
Da hat Uber dann auch bereits Erfahrung. Denn die AP hatte zuvor schon dreimal Geldstrafen gegen das Unternehmen verhängt. 2018 waren es 600.000 Euro, 2023 folgten 10 Mio. Euro und 2024 dann 290 Mio. Euro. Die neue Summe von fast 825 Mio. Euro ist dabei jedoch ungleich höher. Schon gegen die letzten beiden Geldstrafen hatte Uber Berufung eingelegt und die rechtlichen Verfahren laufen daher noch.
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