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GTA 6 - Entwickler nach Leak-Welle »müde und frustriert«, Publisher startet mit einer Armee von Anwälten in die Gegenoffensive
Nach dem jüngsten Leak um GTA 6 schicken Entwickler Rockstar und Publisher Take-Two jetzt ihre Anwälte los.
Eigentlich wollte Entwickler Rockstar Games das von Fans heiß erwartete Gameplay von GTA 6 am 27. August feierlich und exklusiv auf Netflix enthüllen – dann kam ihnen Cyberleek zuvor. Der bislang nicht identifizierte Leaker veröffentlichte in den vergangenen Tagen immer wieder neue Gameplay-Szenen aus dem kommenden Open-World-Spiel im Internet und machte deutlich, dass er scheinbar im Besitz eines Entwicklungs-Builds des Spiels ist.
Ein herber Schlag für Rockstar, denn das Studio hatte in den vergangenen Jahren alles dafür getan, damit solche Leaks nicht passieren, und die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Spiel drastisch erhöht. So wurde unter anderem die Remote-Arbeit abgeschafft, sodass Spiele-Builds nur an den In-House-Schreibtischen zur Verfügung stehen.
Für die Angestellten bedeutete das weniger Flexibilität und den Wegfall von Homeoffice-Möglichkeiten. Trotzdem ist eine spielbare Version von GTA 6 irgendwie nach draußen gelangt.
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Entsprechend angeknackst soll laut Insider-Berichten die Stimmung innerhalb des Entwicklerstudios sein. Der gut vernetzte Bloomberg-Journalist Jason Schreier berichtet, die Führungskräfte seien angesichts des Leaks verständlicherweise wütend; viele normale Entwickler seien schlichtweg müde und frustriert.
Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Berichte über Crunch (verpflichtende Überstunden) beim Entwicklerstudio. Dass nun trotz der Sicherheitsmaßnahmen und Geheimniskrämerei erneut ein Leak gelungen sei, sei für das Team schlichtweg ein Albtraum.
Um die Stimmung zu heben, hat einer der Spitzenmanager bei Rockstar eine E-Mail an seine Mitarbeiter verschickt, in der er nicht nur den Leaker anprangert. Laut Schreier habe er betont, dass der Vorfall die hervorragende Arbeit, die das Team geleistet hat, nicht schmälern werde.
Obwohl sich Publisher Take-Two bislang nicht öffentlich zu dem Leak geäußert hat, versucht das Unternehmen derzeit mit Hochdruck, die Identität des geheimnisvollen Leakers herauszufinden. Unter Verweis auf Verstöße gegen das Urheberrecht hat Take-Two daher vor einem US-Bundesgericht beantragt, dass sowohl Microsoft als auch Discord alle Informationen herausgeben, die sie über die Konten von Cyberleek haben (via PC Gamer).
Der Publisher erhofft sich daraus Aufschlüsse über die Person hinter den geleakten Videos. Erste Hinweise könnten darauf hindeuten, dass der Leaker in Europa sitzt. Seine bisherigen Posts passen zur hiesigen Zeitzone. In einem deutschen Forum findet sich bereits 2018 ein User mit dem Namen Cyberleek; auch die Webseite des Leakers läuft über einen deutschen Provider.