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Warten auf Reformen: Wirtschaft will Taten sehen
Schon 2025 versprach Kanzler Merz einen "Herbst der Reformen". Nun warten die Unternehmen darauf, dass der große Wurf tatsächlich kommt. Dabei steht vor allem die Rente im Blickpunkt.
Wenn von einem "Herbst der Reformen" die Rede ist, dann stößt dies in Wirtschaft und an den Finanzmärkten eher auf Skepsis. Zu groß ist die Enttäuschung über den vermeintlich großen Wurf, der dann doch nicht kam. Doch nachtragend will man in der Wirtschaft nicht sein.
"Wir blicken nicht zurück, sondern nach vorn", so Tanja Gönner vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) im Morgenmagazin der ARD. "Doch es muss klar sein, wie ernst die Lage ist. Deshalb müssen nun die Reformen folgen und spürbar sein."
Die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen hellt sich damit weiter auf.
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Dabei ist die Rede von Digitalisierung, Steuern, Rente und weniger Bürokratie. Die Liste ist also lang. Die Themen sind klar. Da gibt es wohl kaum Platz für Überraschungen. Wohl aber für ein Thema, das in der politischen Diskussion zerrieben zu werden drohte.
"Das Augenmerk liegt vor allem auf der Rentenreform", sagt Martin Lück, der unter anderem die Fondsgesellschaft Franklin Templeton berät. "Es wird darauf zu achten sein, ob es dem Kanzler gelingt, dieses 'Gesamtkunstwerk' zusammenzuhalten."
Nach der Urlaubszeit kommen Kanzler Merz und die Minister zur Klausur in Brandenburg zusammen - unter Reformdruck.
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Während der Sommerpause war vor allem die Rentenreform diskutiert worden. Vor allem die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren (Rente mit 63") war dabei Thema. Nun soll es die Rente also richten. Ob das den ersehnten Aufschwung bringt, scheint dabei erst einmal unerheblich zu sein, so Martin Lück: "Es geht um in einheitliches Signal."
Viele Vertreter aus Wirtschaft und Finanzmärkten hatten sich von den vielen Diskussionen genervt zeigt. Oft sei der Eindruck entstanden, das Parteieninteressen vor das Wohl des Landes gestellt worden seien, sagt Lück.
In Deutschland wird zu viel verwaltet und berichtet, statt Investitionen und neue Ideen ins Land zu holen.
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