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Die Wirtschaft schöpft wieder Hoffnung - das sind die Gründe
Lange Zeit zeigten die Wirtschaftsdaten in Deutschland vor allem nach unten. Nun machen die jüngsten Konjunkturzahlen etwas Hoffnung. Wie kommt das? Und ist diese Entwicklung auch wirklich nachhaltig?
Die deutsche Wirtschaft könnte sich wieder etwas fangen. Mehrere Konjunkturdaten wiesen zuletzt wieder nach oben. Das ifo-Institut veröffentlichte heute eine Umfrage, die zeigt, dass die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen so gut ist wie seit einem Jahr nicht mehr. Der Geschäftsklimaindex ging im August zum vierten Mal in Folge nach oben. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,3 Prozent zum Vorquartal.
Auch bei den Aufträgen für die Industrie gibt es gute Nachrichten. "Die Aufträge liegen auf dem höchsten Stand seit Jahresbeginn", sagt der Konjunkturexperte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Jupp Zenzen. Die Auftragsbücher der Industrie sind nach dem fünften Anstieg so prall gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015.
Die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen hellt sich damit weiter auf.
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Das liegt unter anderem an den steigenden Exporten. Die sorgten dafür, dass Europas größte Volkswirtschaft im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen ist. Das war bereits das dritte Quartalsplus in Folge. Die Chancen, dass diese Entwicklung auch nachhaltig ist, stehen gut. Grund dafür ist auch die Entwicklung in der Digitalisierung und der KI-Boom. Dies helfe der deutschen Wirtschaft, so ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. Denn für den Bau von Rechenzentren für die boomende Künstliche Intelligenz ist in vielen Bereichen deutsche Technik gefragt. Die Exporterwartungen der deutschen Industriebetriebe haben sich im August aufgehellt.
Über alle Branchen hinweg stieg der ifo-Geschäftsklimaindex, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer.
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Der Staat pumpt Milliarden in Infrastruktur und Aufrüstung. Die Zahl der Großaufträge - etwa für Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse, gehen nach oben. Auch der sonstige Fahrzeugbau - zu dem etwa Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge gehören - meldete immer wieder außergewöhnliche viele Großaufträge. Der Tiefbau - der stark von staatlichen Aufträgen etwa für Straßen abhängt - kam im zweiten Quartal auf ein Order-Plus von 9,3 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr. "Nach Jahren der Schwäche könnte die Bauwirtschaft 2027 zu einem Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft werden", sagt der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien.
Ja, denn das erste Halbjahr ist trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg viel besser gelaufen als erwartet. Mehrere Banken und Verbände haben darauf bereits reagiert: Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) verdoppelte seine Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr von 0,5 auf 1,0 Prozent. Das IMK erwartet "mindestens 1,1 Prozent", während die Förderbank KfW ihre Prognose von 0,7 auf 1,1 Prozent anhob. Für 2027 setzte KfW Research die Erwartungen gleich mit herauf: von 1,3 auf 1,5 Prozent.
Zehntausende Industriejobs sind im ersten Halbjahr gestrichen worden.
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Zwischen Januar und Juni wurden 3.053 Start-ups neu gegründet. Das ist eine Steigerung von 52 Prozent zum Vorjahreszeitraum. "So viel Gründungsdynamik gab es in Deutschland noch nie", betont die Vorstandsvorsitzende des Start-up-Verbands, Verena Pausder. "KI senkt die Hürden fürs Gründen deutlich und immer mehr Menschen nutzen diese Chance."