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Taylor Swift: Wie der Popstar mit Druck und Überforderung umgeht
Mit fast 1,80 Meter ist Taylor Swift, 36, relativ groß. Trotzdem wächst auch ihr die Welt manchmal über den Kopf. In einem Interview hat die 14-fache Grammy-Gewinnerin erzählt, wie sie damit umgeht, wenn Dinge in ihrem Leben »unüberschaubar groß« werden.
»Ich habe verschiedene Bewältigungsstrategien, die ich mir im Laufe der Jahre angeeignet habe«, sagte sie, »eine davon ist, mir zu sagen: ›Du hast dich für dieses Leben entschieden. Du hast dich jeden Tag dafür entschieden. Du hättest jeden Tag aussteigen können, bevor es unüberschaubar groß wurde. Und du hast dich dagegen entschieden, weil du es so sehr liebst‹.«
Das sei es für Swift, was bleibe: Sie liebe es, Musikerin zu sein: »Alles, was damit einhergeht, ist es letztlich wert, solange ich weiterhin Musik machen darf.« Songs zu schreiben, sei für sie eine Form der Selbstreflexion. Die Songs dann herauszubringen, das mache sie für die Fans. »Ich veröffentliche Musik für Menschen, die sie als einen Weg sehen, mit ihrem Leben zurechtzukommen – so wie ich es getan habe«, sagte Swift. Dass ihre Musik ihr ein Vermögen von zwei Milliarden Euro eingebracht hat, dürfte ein netter Nebeneffekt sein.
Trotzdem sei es wichtig als Künstler nicht nur nach universeller Anerkennung zu streben. Wenn man trotz aller Hürden die eigene Musik veröffentlicht, obwohl sie nicht jedem gefällt, »dann liebt man das Musikmachen aus den richtigen Gründen«, so Swift.
Sie lasse es als Musikerin nicht zu, dass die öffentliche Wahrnehmung ihre Kreativität bremse. Bei ihrer Musik geht es für Swift um die eigene »emotionale Wahrheit«. Die finde bei den Menschen entweder Anklang oder auch nicht. Sie habe erfolgreich nicht auf die Leute gehört, die ihr schon in der Jugend gesagt hätten, dass sie die »falsche Perspektive« habe oder bestimmte Genres nicht bespielen könne.
Während ihrer langen Karriere sei das Songschreiben das Einzige, was ihr einfach von selbst gelungen sei. Alles andere sei harte Arbeit gewesen. »Mir musste beigebracht werden, wie man das Publikum unterhält, wie man Choreografien lernt, wie man weniger nervig ist, wie man sich in der Branche zurechtfindet und wie man seine geistige Gesundheit mit aller Kraft bewahrt. All das musste ich im Laufe der Zeit durch schwierige Lektionen, unzählige Versuche und Irrtümer, Chaos und Katastrophen lernen«, sagte Swift.
Die Arbeit hat sich gelohnt: Neben ihren zahlreichen Musikpreisen und einer der größten Tourneen der Musikgeschichte wurde Swift kürzlich in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.