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Provokative Mao-Skulpturen - drei Jahren Gefängnis für chinesischen Künstler
Unter Staatschef Xi geht die chinesische Justiz verstärkt gegen kritische Künstler vor. Ein Gericht verurteilte jetzt Gao Zhen zu einer Gefängnisstrafe. Sein Vergehen: Er hatte vor Jahren provokative Statuen von Mao angefertigt.
Der chinesische Künstler Gao Zhen ist zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das hat seine Familie der ARD in China bestätigt.
Demnach verurteilte ein Gericht in der nordchinesischen Stadt Sanhe den 70-Jährigen, weil er die Ehre von Helden und Märtyrern verletzt haben soll. Seine rund zwei Jahre in der Untersuchungshaft sollen demnach auf seine Gefängnisstrafe angerechnet werden.
Gao Zhen und sein Bruder Gao Qiang wurden in den 2000er-Jahren als Gao-Brüder bekannt. Die Künstler griffen in ihren Werken sensible Themen wie die Kulturrevolution oder die Niederschlagung der pro-demokratischen Proteste 1989 in Peking auf.
Außerdem gibt es mehrere Statuen von ihnen, die Chinas Langzeitherrscher Mao Zedong in provokativen oder absurden Posen darstellen. Aufgrund dieser wurde Gao Zhen nun verurteilt.
Gao lebte eigentlich in den USA und war 2024 zu einem Familienbesuch nach China gekommen, wo er festgenommen und ihm anschließend der Prozess gemacht wurde. Seine Frau und sein Sohn konnten seitdem nicht ausreisen.
Der Künstler Gao wird wegen Werken, die mehr als ein Jahrzehnt alt sind, in China vor Gericht gestellt.
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Unter der Führung von Staats- und Parteichef Xi Jinping wird eine mutmaßliche Verunglimpfung des Staatsgründers Mao zunehmend hart verfolgt. Die Spielräume für Künstlerinnen und Künstler sind in den vergangenen Jahren immer enger geworden.
Im Jahr 2018 wurde ein Gesetz zum Schutz von Helden und Märtyrern verabschiedet. Die kritischen Kunstwerke der Gao-Brüder entstanden allerdings rund zehn bis fünfzehn Jahre vor Inkrafttreten dieses Gesetzes.
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International kritisieren die rückwirkende Bestrafung als Verstoß gegen internationale Rechtsgrundsätze. Chinas Führung versuche so, Kunstschaffende, Aktivisten und andere Personen zum Schweigen zu bringen, wenn diese es wagten, Ansichten zu äußern, die von denen der chinesischen Regierung abweichen, so die Amnesty-China-Direktorin Sarah Brooks.