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Neuer Mac mini: M6 debütiert im kleinsten Mac für 1.049 Euro
Apple hat den Mac mini überraschend mit dem M6 und M5 Pro neu aufgelegt. Damit erhält der sonst so stiefmütterlich behandelte Mac als erster die nächste Generation von Apple Silicon im 2‑nm-Verfahren und deutlich mehr Leistung. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen bei künstlicher Intelligenz, aber auch Gaming.
Der neue M6 ist Apples nächster Schritt für Apple Silicon und setzt auf eine doppelt so große NPU. Die technischen Eigenschaften des M6 werden in einem separaten Artikel im Detail beleuchtet. Der M5 Pro wurde von Apple bereits im März dieses Jahres mit dem MacBook Pro eingeführt und von der Redaktion getestet.
Bisher verbaute Apple noch den M4 und M4 Pro im Mac mini. Den M5 überspringt Apple damit. Dass ein M6 Pro noch kommt, gilt als unwahrscheinlich, wie frühere Gerüchte nahelegen.
Nach Angaben des Konzerns soll beim M6 die Verarbeitung von KI-Prompts bei LM Studio 4,8-mal schneller als beim M4 sein und beim M5 Pro bis zu viermal schneller als beim M4 Pro. Der M6 soll zudem eine doppelt so hohe Gaming-Leistung in Cyberpunk 2077 unter Verwendung von Raytracing ermöglichen. Die absoluten FPS teilt Apple jedoch nicht.
Dass der M6 dennoch eine Anwenderklasse tiefer angesetzt ist, wird bei den Unterschieden in den Ausstattungen deutlich: Während der M5 Pro mit drei Thunderbolt-5-Ports mit je 120 Gbit/s auf der Rückseite erscheint, sind es beim M6 nur drei Thunderbolt-4-Ports mit je 40 Gbit/s. Mit Thunderbolt 5 können, wie schon beim neuen Mac Studio, mehrere Mac mini zusammengeschlossen und im Cluster die KI-Inferenzleistung und RAM‑Kapazität per Pool vergrößert werden. Damit lassen sich etwa in einer Büro-Abteilung, die eine Handvoll Mac mini im Einsatz hat, nebenbei noch größere KI-Modelle ausführen als nur auf einem Endgerät. Beide Chips teilen sich zudem HDMI 2.1 und Ethernet auf der Rückseite. Beim M6 unterstützt Thunderbolt 4 nur DisplayPort 1.4, beim M5 Pro DisplayPort 2.1.
Durch den verbauten hauseigenen N1‑Chip werden zudem Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread serienmäßig unterstützt. Ethernet mit 10 Gbit/s gibt es für 100 Euro Aufpreis.
Den neuen M6 lässt sich Apple im Gegenzug auch einiges kosten: Die Basiskonfiguration steigt auf 1.049 Euro mit 256 GB SSD und 16 GB RAM. Der M4 kostete bei seiner Vorstellung 699 Euro. Den M5 Pro gibt es ab 1.999 Euro mit 24 GB RAM und 512 GB SSD. Damit wird der Mac mini abermals teurer. Erst im Juni hob der Konzern den Preis des Basismodells mit M4 und 16 GB RAM mit 256 GB SSD auf 949 Euro an.
Konfigurierbar ist der Mac mini mit bis zu 64 GB RAM und 8 TB SSD. Theoretisch ließe sich damit schon ab 3.319 Euro etwa Qwen 3.8 27B mit Raum für Kontext lokal ausführen.
Alle Modelle des Mac mini mit M6 und M5 Pro werden ab dem 22. September zusammen mit dem Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra ausgeliefert. Zwei Wochen davor wird zudem die Vorstellung des iPhone 18 Pro und iPhone Ultra („Fold) erwartet. Die Vorbestellung ist ab sofort über den Apple Store möglich.