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Rainbow Six Tactics enthüllt: “Rainbow ist zurück” – aber anders, als ihr denkt
Ubisoft Paris inszeniert die Taktik der Shooter-Serie als Rundenstrategie im XCOM-Stil – als reines Solospiel ohne Ingame-Shop.
Die Reihe wurde als Taktik-Shooter groß, in dem man nicht nur selbst im Einsatz ist, sondern auch ein Team spezialisierter Einheiten (Team Rainbow) kommandiert. Zuletzt wurde es allerdings ruhig um die Serie, während seit gut zehn Jahren der ebenfalls taktisch geprägte Online-Shooter Rainbow Six Siege das Zepter sehr erfolgreich in der Hand hält – der Ableger Rainbow Six Extraction mal außen vor.
Seit Jahren habe ich mich gefragt, warum es Rainbow Six Siege nicht auch als Rundentaktik gibt. Schaut euch die Replays und eSport-Übertragungen nur mal an: Mit den individuellen Fähigkeiten aller Charaktere ist das doch eine perfekte Blaupause für taktisches Einheitenverschieben! Tja, und wie sich gerade herausgestellt hat, war das auch Ubisoft längst klar, denn gerade eben wurde Rainbow Six Tactics vorgestellt, das 2027 erscheinen soll.
Zunächst mal handelt es sich um ein Spiel, das sich ausschließlich an Solisten richtet und dabei auf jede Form zusätzlicher Monetarisierung verzichtet. Ihr werdet in Rainbow Six Tactics also weder Mikrotransaktionen noch einen Ingame-Shop finden.
Das Spiel entsteht bei Ubisoft Paris und stammt von Entwicklern, die zuvor an Mario + Rabbids sowie Ghost Recon beteiligt waren. Die richtige Expertise sollte daher vorhanden sein, wobei sich das Team außerdem XCOM: Chimera Squad, Door Kickers und andere Spiele genau angeschaut hat, um Rainbow Six Tactics nicht nur als herkömmliche Rundentaktik zu inszenieren, sondern auch das Sprengen von Wänden samt dem anschließenden Eindringen in bewachte Räume so zu inszenieren, dass es zu vor allem Rainbow Six Siege passt. So hat es mir Creative Director Martial Potron erzählt, der mir in einem Interview mehr Details verraten hat als die offizielle Vorstellung preisgibt.
Dass vor allem Siege für Rainbow Six Tactics Pate stand, ist jedenfalls klar erkennbar, denn nicht nur das Sprengen von Wänden spielt auch in Tactics eine zentrale Rolle. Die Charaktere im Einsatz stammen ebenfalls aus dem Online-Shooter. Immerhin dirigiert man 15 bei Fans und Entwicklern beliebte sowie natürlich gut zusammenpassende Operatoren (Angreifer und Verteidiger gleichermaßen), während man einer Verschwörung auf den Grund geht, deren Einzelheiten aktuell allerdings noch unter Verschluss bleiben. Potron sagte mir nur, dass alle Geheimdienste der Welt gleichzeitig angegriffen werden, weshalb Team Rainbow reaktiviert wird.
Genauer gesagt spielt Rainbow Six Tactics zwischen dem zehnten und dem aktuellen elften Jahr der Story, die Rainbow Six Siege erzählt. Wobei es mit Paul Bishop als Six genannten Leiter des Teams auch den Protagonisten aus Rainbow Six Vegas zurückbringt. Er dient als Identifikationsfigur, in dessen Rolle man nicht nur Operationen auf dem gesamten Globus leitet, sondern auch die Basis ausbaut sowie neue Einheiten rekrutiert und entwickelt. Immerhin stehen nicht alle Charaktere von Beginn an zur Verfügung, weshalb man an bestimmten Punkten in der Geschichte jeweils einen von zwei oder drei neuen Operatoren rekrutieren darf.
Mit von der Partie sind unter anderem Ash, Smoke, Glaz, Zofia, Sledge und Nokk, denen man durch im Einsatz erhaltene Erfahrung später Fähigkeiten verleiht, die sie anfangs nicht besitzen. So können sich verschieden ausgebildete Versionen der ikonischen Figuren trotz ihrer bekannten Besonderheiten laut Potron stark unterscheiden – je nachdem, wie man die rundentaktischen Gefechte angehen will.
Egal, ob man dabei eine für die Geschichte zentrale Krise entschärft oder eine Nebenmission angeht: Es gibt auf jeder der von Hand erstellten Karten unterschiedliche Missionstypen, zu denen das Entschärfen von Bomben ebenso zählt wie das Befreien von Geiseln sowie das Festnehmen gesuchter Personen. Bevor es losgeht, hat man dabei die Wahl, an welchen Positionen die Operatoren starten sollen. Und während sich das eigentliche Spiel samt Deck