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EA: Erneute Entlassungswelle trifft vor großem Saudi-Deal ein
Die dritte Kündigungswelle des Gaming-Giganten in diesem Jahr betrifft vor allem Support- und IT-Teams, während die EU-Entscheidung zum Rekord-Deal naht.
EA hat erneut eine nicht näher genannte Anzahl von Mitarbeitern entlassen – die dritte Kündigungswelle in diesem Jahr. Dies geschieht vor dem Hintergrund der näher rückenden Übernahme des Unternehmens durch Saudi-Arabien im Rahmen eines Leveraged Buyouts im Wert von 55 Milliarden US-Dollar.
Wie zuerst von Kotaku berichtet, sind nach Angaben von Quellen des Mediums Mitarbeiter aus den Bereichen Personalbeschaffung, Kundensupport, Trust & Safety sowie IT betroffen. Auch Beiträge in sozialen Medien von mehreren inzwischen ehemaligen Mitarbeitern des Gaming-Giganten, in denen sie ihren Abschied vom Unternehmen bekannt gaben, scheinen den Bericht zu bestätigen.
Viele dieser öffentlichen Social-Media-Beiträge stammen von Mitarbeitern, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der USA im Homeoffice arbeiten.
Dies geschieht vor dem Hintergrund massiver Veränderungen im Unternehmen. Zum einen setzt EA – wie viele Softwareunternehmen – verstärkt auf KI. CEO Andrew Wilson erklärte Ende 2024, KI sei „der absolute Kern unseres Geschäfts“, und gab an, dass das Unternehmen mehr als 100 KI-Projekte in der Entwicklung habe. KI wird bei zahlreichen Unternehmen als Begründung für Stellenstreichungen angeführt – und das nicht nur in der Videospielbranche.
Zudem steht die Übernahme von EA durch den staatlichen saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF) unmittelbar bevor. Der Staat würde – über seinen Staatsfonds – 93,4 Prozent des Unternehmens besitzen, sollte der Deal zustande kommen. Die Übernahme soll in den kommenden Monaten vollzogen werden; lediglich die Entscheidung der europäischen Wettbewerbsbehörden, die bis zum 23. Juli fallen soll, steht dem noch entgegen.
Sollte dieses Leveraged Buyout genehmigt werden, wäre es das größte aller Zeiten. Ursprünglich im September 2025 angekündigt, wird erwartet, dass der Deal weitgehend reibungslos über die Bühne geht – nicht zuletzt aufgrund der Beteiligung Saudi-Arabiens und Jared Kushners, des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump. Dennoch ist es gegen diese Pläne sowohl vonseiten der Gewerkschaften der Videospielbranche als auch von Menschenrechtsorganisationen zu Protesten gekommen. Wann genau der Deal vollzogen wird und wie viele der aktuellen EA-Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt noch im Unternehmen tätig sein werden, bleibt unklar.
Der Public Investment Fund (PIF) ist der Staatsfonds Saudi-Arabiens und Kern der „Vision 2030“. Im Gaming-Bereich steuert er über die Savvy Games Group Milliarden-Investitionen und hält beachtliche Anteile an Branchengrößen wie Nintendo, Capcom und Take-Two Interactive.