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Firmen unterschätzen Anforderungen des Cyber Resilience Act
Die deutsche Wirtschaft vernachlässigt den Cyber Resilience Act (CRA), lautet ein Ergebnis des “IoT & OT Cybersecurity Report 2026”, den das Düsseldorfer Cybersicherheitsunternehmen ONEKEY vorgestellt hat. 45 Prozent der von ONEKEY befragten deutschen Industrieunternehmen kennen die Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA) kaum oder gar nicht.
Für den „IoT & OT Cybersecurity Report 2026“ hat ONEKEY 200 Industrieunternehmen befragt. Die ersten CRA-Pflichten gelten ab dem 11. September 2026. Hersteller, Importeure und Händler müssen dann aktiv ausgenutzte Schwachstellen sowie damit verbundene schwerwiegende Sicherheitsvorfälle melden.
46 Prozent der Befragten geben an, mit dem CRA vertraut zu sein, darunter 21 Prozent sehr gut. 43 Prozent wissen, dass die ersten Pflichten im September beginnen. Gleichzeitig kennen 60 Prozent die weiteren Phasen und Fristen der Verordnung nicht.
Bei der Umsetzung sehen sich die Unternehmen unterschiedlich gut vorbereitet. 25 Prozent bezeichnen ihr Risikomanagement als sehr gut vorbereitet, 22 Prozent ihre Sicherheitsanforderungen und jeweils 20 Prozent ihre Dokumentation sowie die vorgeschriebenen Sicherheitsupdates über den gesamten Produktlebenszyklus. Bei internen Prozessen und technischen Nachweisen sehen sich 17 Prozent sehr gut vorbereitet.
Die größte Herausforderung stellt für 62 Prozent die ab September geltende Pflicht dar, bestimmte Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 Stunden zu melden. Für 30 Prozent bereitet diese Vorgabe erhebliche Schwierigkeiten. Ebenfalls jeweils 30 Prozent nennen die Konformitätsbewertung und die Erstellung einer Software-Stückliste (SBOM) als besonders problematisch. Mindestens 60 Prozent haben die Erstellung solcher Stücklisten nach Angaben von ONEKEY bislang nicht gelöst.
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