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Perplexity bringt KI-Agenten auf lokale Hardware
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Perplexity hat mit dem Projekt Portable Computer eine Version seiner Plattform für agentische KI veröffentlicht, die vollständig auf lokaler Hardware laufen kann, zunächst auf Nvidias DGX Spark Desktop-Supercomputern mit Nvidia RTX-GPUs.
Das ist einer der ernsthaftesten Versuche, reale Agenten-Workloads aus der Cloud zu nehmen und auf lokaler Hardware laufen zu lassen. Das Modell und die Daten des Anwenders können auf einem Rechner vor Ort bleiben. Auf diese Weise fallen auch keinerlei Kosten pro Token an. Jede Aufgabe beginnt immer lokal und das System bittet ausdrücklich um Erlaubnis, gegebenenfalls rechenintensivere Schritte in die Cloud abzugeben.
Für Nvidia ist der Launch ein Hinweis darauf, dass lokale KI die Schwelle von einer Kuriosität für Hobbyisten zu einem praktischen Tool überschritten hat. Der Chiphersteller möchte diesen Prozess mit seiner Hardware weiter unterstützen. In einer Demo während der Produktvorstellung sollte ein KI-Agent einen Ordner mit 1099 Investment-Dokumenten durchsehen, was die Art von Daten ist, die viele Kunden ungern in eine Cloud hochladen. Als KI-Modell diente ein 27-Milliarden-Parameter-Qwen-Modell, das auf einem Nvidia DGX-Spark lief. Der Agent sah jedes Dokument durch und markierte diejenigen, bei denen ein hypothetischer Investor unnötige Gebühren zahlen müsste. Die normalerweise in der Cloud anfallenden Inferenzkosten sparte sich der Anwender vollständig.
Eine zweite Demo zeigte die hybride Seite des Produkts. In der Rolle eines Start-up-Gründers wurde der Agent gebeten, eine CSV-Datei mit Nutzerdaten zu analysieren und die fertige Analyse anschließend mithilfe des Perplexity-Konnektor-Ökosystems an einen Slack-Kanal zu übermitteln – ein Beweis dafür, dass “Local-First” nicht gleichbedeutend mit “offline” ist. Das System lässt sich zudem mit Google Drive, Gmail und GitHub verbinden und kann auf ein Frontier-Cloud-Modell zugreifen, sollte das lokale Modell an seine Grenzen stoßen. Zum Start können Nutzer Qwen 3.8 27B oder PPLX 27B einrichten – eine Version, die Perplexity anhand seines eigenen Trainingsdatensatzes nachtrainiert hat. Nvidias Nemotron 3.5 Lightning wird in Kürze verfügbar sein.
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