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The Witcher 3: Songs of the Past – Die Story der neuen Rittersporn-Erweiterung ist Jahre alt
Im Interview erklären die Entwickler von Fool's Theory und CD Projekt Red, warum der kommende DLC den beliebten Barden in den Mittelpunkt stellt.
Diese Woche hat CD Projekt Red das erste Material zur The Witcher 3-Erweiterung Songs of the Past enthüllt. Dieser neue Content erscheint rund 11 Jahre nach dem Release des Hauptspiels. Die Erweiterung führt euch an einen neuen Ort namens Letten. Diese idyllische Gegend liegt weit weg von den Konflikten und politischen Ränkespielen, die Geralts restliche Heimat dominieren. Doch in Letten trügt der Schein. Kurz nach Geralts Ankunft verschwindet sein Freund Rittersporn spurlos. Was als einfache Suche nach einem vermissten Barden beginnt, entwickelt sich schnell zu einem waschechten Hexer-Auftrag.
In Songs of the Past lernt ihr Rittersporns Familie und ihr riesiges Anwesen kennen. Dabei erfahrt ihr auch mehr darüber, in welchem Umfeld Geralts alter Freund aufgewachsen ist. Gestern konnte ich mir eine Hands-off-Demo ansehen. Darin durfte ich beobachten, wie Geralt sich in der neuen Region einlebt, Rittersporns Großfamilie (mitsamt Cousine und Oma) trifft und beginnt, das eigenartige, friedliche Reich Letten zu durchkämmen. Schon dieser 45-minütige Blick auf die Erweiterung macht eines völlig klar: Das Writing, die Inszenierung der Cutscenes und die Charakterzeichnung sind genau so scharfsinnig und humorvoll, wie ihr es von CD Projekt Red erwartet.
Die Erweiterung Blood and Wine erschien 2016 und gilt bis heute als eines der besten DLCs der Spielegeschichte. Mit dem sonnigen Toussaint bot sie ein massives neues Gebiet und rund 15 bis 20 Stunden Spielzeit, was CD Projekt Red nun als direkten Maßstab für Songs of the Past anlegt.
CD Projekt Red entwickelt die Erweiterung gemeinsam mit Fool's Theory. Dieses Studio wurde 2015 gegründet und hat bereits am Titel The Thaumaturge gearbeitet. Außerdem unterstützten sie die Entwicklung von Divinity Original Sin 2 und dem Remake von Silent Hill 2. Auf der gamescom habe ich mich mit Jakub Rokosz, dem CEO von Fool's Theory, zusammengesetzt. Er verriet mir mehr darüber, wie Songs of the Past entsteht – viele Jahre, nachdem die Geschichte zum ersten Mal auf dem Papier landete.
"Das ist eine komplett eigenständige Geschichte", erklärt mir Rokosz auf meine Frage, ob sich Songs of the Past von Andrzej Sapkowskis Witcher-Büchern inspirieren lässt. "Die Story wurde schon vor langer Zeit bei CD Projekt Red von Ola Motyka und Philip Weber entworfen [beide schrieben auch am Hauptspiel mit]. Während der Arbeit daran mussten sie die Idee aus verschiedenen Gründen auf Eis legen. Die Sterne mussten richtig stehen, Fool's Theory musste wachsen und so weiter. Ein paar Jahre später kam das Thema wieder auf den Tisch und wir begannen mit der Arbeit an [Songs of the Past]. Seitdem haben wir uns immer tiefer reingegraben und das Projekt weiterentwickelt. So entstand schließlich die Erweiterung, die ihr heute seht."
Rokosz merkt weiter an, dass das Team "immer viel Inspiration" aus den Büchern von Andrzej Sapkowski zieht. Dieses Mal dienten die Romane jedoch lediglich als Startpunkt für eine größere, tiefergehende Charakterstudie von Rittersporn. "Die Geschichte steht auf eigenen Beinen", ergänzt Despoina Anetaki, Senior Quest Designer bei CD Projekt Red. "Aber wir haben definitiv die enge Beziehung zwischen Geralt und Dandelion aus den Büchern übernommen. Im Hauptspiel fehlte uns der Platz, um das wirklich zu beleuchten. Wir mussten uns einfach auf zu viele andere Themen konzentrieren – allen voran Geralts Beziehung zu Ciri."
"Diese Erweiterung bot uns also die perfekte Gelegenheit, Rittersporn stärker in den Fokus zu rücken und ihm mehr Tiefe zu verleihen. [Im Hauptspiel] hatten wir einfach nicht genug Spielraum dafür. Jetzt können wir seine Geschichte erzählen und seine Persönlichkeit voll entfalten. In den Büchern führt er zum Beispiel oft tiefgründige, philosophische Gespräche mit Geralt. Genau diese komplexere Seite von Rittersporn können wir nun endlich auch