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Der Fehmarnbelt-Tunnel ist hinter dem Plan – Klarheit im Herbst
Auf deutscher wie dänischer Seite gibt es Probleme beim Bau der Fehmarnbelt-Querung. Klarheit, wie es weitergeht, soll es nach Konsultationen im Herbst geben.
Portal des Fehmarnbelt-Tunnels auf dänischer Seite (aufgenommen im April 2026)
Der Bau der Fehmarnbelt-Querung verzögert sich auf deutscher wie auch auf dänischer Seite. Wie und wann genau es weitergeht, soll laut Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Herbst geklärt werden.
„Ich gehe davon aus, dass wir uns im Oktober etwa dann wieder auf Regierungsseite zusammentun werden, um dann klar zu kommunizieren, wie der weitere Ablauf auch und gerade in zeitlicher Hinsicht aussehen wird“, sagte der CDU-Politiker beim Besuch der Baustelle in Puttgarden mit der dänischen Verkehrsministerin Signe Munk und dem schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU).
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Madsen sagte bei dem Besuch, einen „großen Fortschritt“ erkennen zu können. In seiner Rede hob er die „fantastischen Chancen“ des Projekts in den Vordergrund. „Das wird viel für den Tourismus, für den kulturellen Austausch, aber natürlich auch für die Wirtschaft bedeuten“, betonte er.
Der 18 Kilometer lange Fehmarnbelt-Tunnel soll Deutschland und Dänemark verbinden. Dadurch werde sich die Fahrtzeit von Hamburg nach Kopenhagen um zwei Stunden verkürzen, sagte die dänische Verkehrsministerin Munk. „Ich glaube, dass das Projekt für die Region von großem Nutzen sein wird, sowohl hier auf deutscher Seite als auch insbesondere auf dänischer Seite für die Gemeinde Lolland“, betonte sie.
Bedeutung hat das Bauwerk aber für ganz Europa: „Es ist ja Bestandteil auch eines transeuropäischen Korridors, der große Bedeutung hat für Skandinavien insgesamt und die EU als Ganzes“, sagte Bundesverkehrsminister Schnieder. Daher soll dieses Projekt „möglichst schnell und zügig“ umgesetzt werden.
Der Tunnel wird aus 89 Segmenten bestehen, die in einem 12 Meter tiefen Graben auf dem Grund der Ostsee versenkt werden. Ein solches Bauteil ist 217 Meter lang und 42 Meter breit. Es wiegt 73.500 Tonnen und wird zusätzlich mit 4500 Tonnen Ballast beschwert, damit es absinkt. Gefertigt werden sie in einer Fabrik nach der Baustelle bei Rødbyhavn.
Das erste Tunnelelement wurde Anfang Mai in einem mehrtägigen Manöver abgesenkt. Das zweite solle bald folgen, sagte eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Femern A/S der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Allerdings warte man derzeit noch auf ein passendes Wetterfenster.
Verzögerungen hat es bereits auch früher schon auf beiden Seiten gegeben: auf der deutschen bei der Schieneneinbindung sowie auf dänischer Seite beim Bau des Spezialschiffs und beim Tunnelbau. „Wir arbeiten eng miteinander zusammen, damit wir die Ziele hier auch in zeitlicher Hinsicht verwirklichen können“, sagte Bundesverkehrsminister Schnieder. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir hier gut weiterkommen.“