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Electronic Arts: Top-Managerin Laura Miele sieht echten Kreativitäts-Boost durch KI-Tools
Während die Chefetage von EA den Wegfall monotoner Aufgaben lobt, wächst in der Belegschaft die Angst vor Stellenabbau und fehlerhaftem Code durch ReefGPT.
Die Diskussionen um den wachsenden Einfluss umstrittener generativer KI-Tools in der Spieleentwicklung reißen nicht ab. Laura Miele, EAs President of Enterprise Development, sieht die Entwicklung jedoch positiv. Sie glaubt, dass die Technologie in den Studios des Publishers zu einem "echten Anstieg der Kreativität" geführt hat.
Miele äußerte sich auf dem Game Business Live-Event im Rahmen des diesjährigen Summer Game Fest, bei dem auch Eurogamer vor Ort war. Moderator Christopher Dring fragte sie: "Wird der Siegeszug der KI-Tools zu kürzeren Entwicklungszyklen führen?" Miele, die vor ihrer Beförderung Anfang des Monats noch Präsidentin von EA Entertainment war, antwortete: "In manchen Bereichen vielleicht schon. Ich bin wirklich überzeugt von dem, was ich bisher gesehen habe, und das begeistert mich ziemlich."
"Ich wollte unseren Studio-Entwicklern schon immer dabei helfen, Hürden abzubauen", fuhr Miele fort. "Ich wollte immer eine Art Heldin für sie sein und sie dabei unterstützen, karriereprägende Erfahrungen zu erschaffen. Zu sehen, wie KI es uns ermöglicht, Reibungsverluste aus unseren Pipelines, Tools und Workflows zu entfernen, war ziemlich spannend."
"Die Technologie hat den Jobs etwas von der lästigen Routine genommen. Ich habe schnelleres Prototyping und beschleunigte kreative Prozesse beobachtet. Auch die Gespräche über kreative Ideen und die gemeinsame Abstimmung verlaufen kürzer und zügiger. Daher finde ich das Ganze extrem interessant. Meiner Meinung nach erleben wir einen echten Kreativitäts-Boost, weil einige der monotoneren Entwicklungsaufgaben einfach wegfallen."
Mieles positive Kommentare folgen einem Bericht von Business Insider vom vergangenen Oktober. Darin hieß es, die EA-Führung habe das Jahr damit verbracht, "ihre fast 15.000 Mitarbeiter zu drängen, KI für fast alles zu nutzen". Das reichte von der Erstellung von Code und Concept Art bis hin zu Managementaufgaben. Dazu gehörte sogar das "Skripten von Gesprächen mit direkt Unterstellten über sensible Themen wie Gehalt und Beförderungen".
Laura Miele gehoert zu den einflussreichsten Frauen der Gaming-Industrie. Seit ueber zwei Jahrzehnten bekleidet sie Spitzenpositionen bei EA. Vor ihrer Befoerdung zur Praesidentin fuer Unternehmensentwicklung leitete sie als Chief Studios Officer die gesamte globale Spieleproduktion des Publishers.
Das überrascht kaum, wenn ihr bedenkt, dass EA-CEO Andrew Wilson 2023 betonte, KI sei "der absolute Kern unseres Geschäfts". Damals enthüllte er, dass das Unternehmen über 100 "aktive, neuartige KI-Projekte" zur Unterstützung der Spieleentwicklung am Laufen habe. Laut Business Insider sorgte EAs Vorstoß bei der Belegschaft jedoch für Unmut. Einige bangten um ihre Jobs, nachdem sie KI-Tools mit ihrer eigenen Arbeit trainieren sollten. Andere klagten, dass EAs hauseigener Chatbot ReefGPT fehlerhaften Code und weitere "Halluzinationen" ausspuckte, die sie mühsam korrigieren mussten.
Generative KI-Tools bleiben natürlich stark umstritten. Schließlich birgt die Technologie erhebliche ethische und ökologische Bedenken. Und dabei sind die dramatischen Auswirkungen von KI auf die Consumer-Hardware-Branche noch gar nicht mit eingerechnet. Weil Tech-Giganten wie wild neue KI-Rechenzentren aus dem Boden stampfen, schießen die Preise für RAM und Speicherplatz – und damit auch für die Hardware, in der sie stecken – massiv in die Höhe. Trotz all dieser Punkte breitet sich der Einsatz generativer KI in der Spielebranche rasant aus.
Viele große Publisher heißen die Technologie mit offenen Armen willkommen. PlayStation kündigte kürzlich beispielsweise eine ganze Reihe von KI-Initiativen an. Dazu gehört der Plan, "die Produktivität [in allen Studios] durch den Einsatz KI-gestützter Tools zu verbessern". Auch Capcom verriet vor Kurzem, dass das Unternehmen "ein gewisses Maß an Effekt