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OpenAI und über 100 Mitunterzeichner rufen zu stärkerer Cyberabwehr auf
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
OpenAI hat einen offenen Brief veröffentlicht, den über 100 namhafte Unternehmen mitunterschrieben haben, darunter Anthropic, Cisco, Dell, Deutsche Telekom, Google, IBM, Microsoft oder Oracle. Das Schreiben ruft dazu auf, die Cyberabwehr kollektiv zu stärken.
In den kommenden Monaten würden KI-gestützte Angriffe stark zunehmen. Besonders gefährdet seien die Unternehmen und öffentlichen Dienstleister, auf die die Gemeinden angewiesen sind – von Krankenhäusern über Wasseraufbereitungsanlagen bis hin zur Infrastruktur, die das Internet am Laufen hält. Man habe nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verteidigung, das man jedoch nutzen könne, um entschlossen Schwachstellen zu schließen, die sich über Jahre angesammelt hätten.
Die Unterzeichner schlagen folgende Grundsätze für gemeinsames Handeln vor:
In jeder Organisation solle Cybersecurity zu einer Führungsaufgabe gemacht werden. Die Lücken mit dem höchsten Risiko sollten zuerst geschlossen werden. Jedes Unternehmen solle die Sicherheitsstandards für alles, was es kauft, entwickelt und bereitstellt erhöhen, einschließlich KI-generierten Codes.
Cybersecurity-Firmen und Technologie-Partner sollten die Abwehrmaßnahmen gegen KI-gestützte Angriffe leiten, einschließlich der kontinuierlichen Erprobung der Abwehrmechanismen gegen modernste Cyber-Fähigkeiten. Sie sollten KI-gestützte Verteidigung besonders für Betreiber kritischer Infrastrukturen zugänglich und einsatzbereit machen – mit praktischer Unterstützung bei der Implementierung von Tools. Informationen über Bedrohungen und Abwehrmaßnahmen, die sich bewährt haben, sollten geteilt werden.
Regierungen sollten die Cyberverteidigung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene koordinieren. Sie müssen die Cyberabwehr finanziell ausstatten, angefangen bei den systemrelevanten Diensten, denen es an Personal oder finanziellen Mitteln mangelt. Betreibern kritischer Infrastuktur sollte der Zugang zu leistungsfähiger defensiver KI ermöglicht werden.
Die führenden KI-Unternehmen sollten einen verantwortungsvollen Modellzugang gewährleisten und sich an der Finanzierung von Schulungen sowie praktischer Unterstützung beteiligen. Zu ihren Aufgaben gehören weiter die Entwicklung von Observabilitäts- und Sicherheitstools, die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit und Rechenschaftspflicht von Agentenidentitäten sowie der Austausch bewährter Verfahren im Bereich der kontinuierlichen Überwachung.
Der Brief schließt mit den Worten: “Gemeinsam können wir die aktuellen Fortschritte im Bereich der KI in nachhaltige Verbesserungen der Sicherheit umsetzen, von denen alle profitieren. Lassen Sie uns diese Fortschritte nutzen.”
Ein Bundesrichter in San Francisco hat entschieden, dass das Vorgehen der Trump-Regierung, Anthropic als Lieferkettenrisiko einzustufen, "rechtswidrig und unbegründet" war.