// HEISE ONLINE — CYBERSECURITY
TeamViewer schließt hochriskante Lücken in Clients
Die TeamViewer-Clients können Angreifern das Ausführen von Schadcode ermöglichen. Updates stopfen die hochriskanten Sicherheitslücken.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
TeamViewer hat aktualisierte Software veröffentlicht, die als hochriskant eingestufte Sicherheitslücken in den Clients schließt. Angreifer aus dem Netz können dadurch etwa Schadcode oder Befehle einschleusen und ausführen.
Davor warnt TeamViewer in zwei Sicherheitsmitteilungen. Die schwerwiegendere Schwachstelle betrifft die TeamViewer-Clients für Linux. Wenn Angreifer im Chat sorgsam präparierte URLs schicken, können sie damit beliebige Befehle einschleusen, die nach Klick auf den Link im Kontext des Opfers ausgeführt werden. Chat-Nachrichten können standardmäßig von Nutzern auf der Kontaktliste kommen oder, sofern das explizit so konfiguriert wurde, auch von Personen von außerhalb (CVE-2026-19042, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). In Version 15.81.5 und neueren von TeamViewer Full Client und TeamViewer Host jeweils für Linux haben die Programmierer die Lücke geschlossen. Auch für veraltete Fassungen stehen Aktualisierungen bereit, Admins mit 13er- und 14er-Versionszweigen im Einsatz sollen auf Stand 14.7.48838 oder neuer aktualisieren.
Eine unzureichende Filterung von Path-Traversal-Sequenzen betrifft die TeamViewer-Desktop-Clients. Dadurch können authentifizierte Angreifer über den Dateitransfer oder das virtuelle File-Clipboard Dateien in eigentlich nicht vorgesehene Bereiche auf dem Fernwartungsziel schreiben. Sie können dadurch gegebenenfalls Schadcode im Kontext des betroffenen Nutzers ausführen (CVE-2026-16444, CVSS 7.5, Risiko „hoch“). Die TeamViewer-Fassungen Full Client, Host und QuickSupport für Linux, macOS und Windows stehen in Version 15.81.5 bereit, die die Lücken schließen. In der Sicherheitsmitteilung verlinken die Entwickler zudem Updates für ältere TeamViewer-Stände.
Beide Schwachstellen wurden TeamViewer im Rahmen des Bug-Bounty-Programms als Responsible Disclosure gemeldet. Daher schreibt TeamViewer dazu, dass dem Unternehmen keine Angriffe in freier Wildbahn auf die Lücken und auch keine anderweitige Veröffentlichung der Schwachstelle bekannt seien. Admins sollten die Aktualisierungen dennoch zügig herunterladen und anwenden.
Zuletzt wurde Anfang Februar eine Sicherheitslücke in TeamViewer bekannt. Angreifer konnten dadurch ohne vorherige Bestätigung zugreifen.
Ob Sicherheitslücken, Viren oder Trojaner – alle sicherheitsrelevanten Meldungen gibts bei heise security
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Immer informiert bleiben: Klicken Sie auf das Plus-Symbol an einem Thema, um diesem zu folgen. Wir zeigen Ihnen alle neuen Inhalte zu Ihren Themen.
Mehr erfahren.