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Qualcomm: Linux-Neustart für Dragonwing-Plattform
Qualcomm verspricht einen grundlegenden Neustart beim Linux-Support für seine Dragonwing-Linie und hat „Qualcomm Linux 2.0“ angekündigt.
Qualcomm hat „Qualcomm Linux 2.0“ angekündigt und spricht von einem grundlegenden Neustart beim Linux-Support für seine Dragonwing-IoT-Plattform. Es geht nicht um die bekannten Snapdragon-Chips aus Smartphones und Laptops, sondern um die Dragonwing-Linie. Diese auf industrielle und IoT-Anwendungen zielende Architektur, auf der auch der QRB2210 basiert, der im Arduino Uno Q steckt, den wir im Make-Magazin bereits vorgestellt und getestet haben.
Konkret handelt es sich bei „Qualcomm Linux 2.0“ um ein Yocto-basiertes Build-System mit Board Support Packages (BSPs) für Dragonwing-Hardware. Qualcomm betont dabei einen „Upstream First“-Ansatz: Patches sollen direkt in den Linux-Mainline-Kernel einfließen, statt wie bisher als separater Flickenteppich gepflegt zu werden. Das klingt nach Selbstverständlichkeit, ist in der Embedded-Linux-Welt aber keineswegs garantiert – viele Hersteller pflegen jahrelang eigene Kernel-Forks, die irgendwann schlicht nicht mehr weiterentwickelt werden. Wer schon mal versucht hat, ein älteres Maker-Board mit einem aktuellen Kernel zum Laufen zu bringen, weiß, wovon die Rede ist.
Für die Maker-Community ist das durchaus eine relevante Entwicklung. Dragonwing-Boards wie der von der c’t getestete QCS6490-basierte Einplatinencomputer oder eben der Arduino Uno Q mit seinem QRB2210 könnten langfristig von besserem Community-Support, einfacherer Toolchain und vor allem längerer Software-Pflege profitieren. Gerade beim Arduino Uno Q, der als Einstieg in Linux-fähige Maker-Hardware positioniert ist, wäre ein stabiles, gut gepflegtes Linux-Fundament ein echtes Verkaufsargument.
Einen Wermutstropfen bleibt allerdings: Der Adreno-Grafiktreiber bleibt laut Qualcomms eigener Dokumentation „Closed Source“. Wer auf vollständig offene Systeme setzt oder GPU-Beschleunigung in eigenen Projekten nutzen möchte, stößt hier an eine bekannte Grenze. Qualcomm ist damit nicht allein – ähnliche Diskussionen kennt man von anderen Plattformen –, aber es bleibt ein Punkt, den die Open-Source-Community der Firma seit Jahren vorhält.
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Qualcomm Linux 2.0 befindet sich aktuell im Release-Candidate-Stadium (2.0-rc3), die Dokumentation ist bereits online. Eine YouTube-Präsentation wurde via LinkedIn für den 30.06.2026 angekündigt.
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