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Iran räumt wirtschaftliche Kriegsfolgen ein - dennoch kein Einlenken
Irans Führung räumt schwere wirtschaftliche Schäden durch den Krieg mit den USA ein, dennoch will das Land nicht einlenken. In der Hauptstadt Teheran bilden sich lange Schlangen vor Tankstellen.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat eingeräumt, dass die US-Sanktionen der Wirtschaft schaden. "Manche sagen, die Sanktionen hätten überhaupt keine Wirkung; ich weiß wirklich nicht, was ich diesen Leuten antworten soll", sagte Peseschkian in einem Interview im iranischen Staatsfernsehen. Man müsse "diese Kriegsbedingungen akzeptieren".
Die Exporte und Importe Irans seien in den vergangenen Monaten um 25 bis 35 Prozent zurückgegangen, sagte Peseschkian weiter. Der iranische Präsident sprach sich gleichzeitig für eine Anhebung der seit Jahren massiv subventionierten Benzinpreise aus - eine politisch heikle Angelegenheit.
Benzin wird in Iran vom Staat stark subventioniert. Autobesitzer können mit elektronischen Bezahlkarten monatlich bis zu 60 Liter zum vergünstigten Preis tanken. Darüber hinaus wird der Sprit deutlich teurer. An einigen Tankstellen wurde die Abgabe zuletzt rationiert.
In der Hauptstadt Teheran hatten Ängste vor Versorgungsengpässen bereits in der Nacht auf Freitag lange Schlangen vor Tankstellen ausgelöst. Autofahrer warteten in der Millionenmetropole sogar mitten in der Nacht vor den Zapfhähnen, berichteten Einwohner der Nachrichtenagentur dpa. Die Schlangen seien teils länger als einen Kilometer gewesen, hieß es.
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Dennoch signalisierte Irans Führung Härte: In einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung der Führung in Teheran hieß es, Iran werde trotz der neuen US-Wirtschaftssanktionen nicht einknicken. Die Islamische Republik werde dem US-Druck standhalten, die Diplomatie fortsetzen und die Kontrolle über die Straße von Hormus behalten. Sowohl das US-Militär als auch die Islamische Revolutionsgarde behaupten, dass sie die strategisch wichtige Meerenge kontrollieren.
Man wolle sich darauf konzentrieren, die Inflation einzudämmen, Arbeitsplätze zu schaffen, die heimische Produktion zu fördern und die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise zu verringern, hieß es in der iranischen Erklärung weiter.
Das Außenministerium hatte die US-Sanktionen am Freitag als "Staatsterrorismus" und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Sie gefährdeten die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen. Zugleich hatte der Oberste Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei die Regierung in einer schriftlichen Erklärung aufgefordert, die wirtschaftliche Notlage der Bevölkerung zu bekämpfen. Er ist seit seiner Verletzung bei dem Angriff am 28. Februar, bei dem sein Vater Ali Chamenei getötet wurde, nicht mehr öffentlich aufgetreten.